Köln, Karmeliterkirche

Bauzeit: 1620-29
Standort: im Dau/ Ecke Severinstraße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Mit Säkularisation des Klosters erfolgt 1802 die Übernahme der Anlage durch die französische Militärverwaltung. Nach Abzug der Franzosen diente die Kirche seit ca. 1814 beinahe hundert Jahre dem preußischen Proviantamt als Getreidelager. 1818-23 wurden hierfür die Gewölbe entfernt und vier Schüttböden eingezogen.
1910 erwirbt die Stadt Köln die Anlage, worauf unmittelbar der Abbruch der Klosterbauten mit Ausnahme des Kapitelsaals sowie der Kirche erfolgt. Diese wird mit Herausnahme der vier Zwischendecken sowie Einbau einer Zwischendecke auf Gebälkniveau der Kirche wiederhergestellt, dabei wird das Untergeschoß als Turnhalle der angeschlossenen Schule genutzt, während das Obergeschoß als Museum für Volkshygiene fungiert.
Im 2. Weltkrieg kommt es durch Bombeneinwirkung zur Totalzerstörung der Kirche. Die Reste werden zur Neubebauung von Wohnhäusern abgerissen.

Fundort: Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln. Ergänzung: Die ehemaligen Kirchen, Klöster, Hospitäler und Schulbauten der Stadt Köln. In: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, i.A. Paul Clemens, Band 7, 1937.

Lit: Hilda Lietzmann: Die Kölner Klosterkirchen der Unbeschuhten Karmeliten „im Dau“ und „St. Maria vom Frieden“. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, 35 Bd., H. 3, 1972 online auf: jestor.org

Fotos vom Abbruch der Kirche auf bilderbuch-koeln.de

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