Hannover, Menoritenklosterkirche/ Schlosskirche

Bauzeit: 13. Jh.
Standort: Leinestraße
Architekt:
Konfession: katholisch, ursprünglich Menoritenkloster, (Fanziskaner = Ordo Fratrum Minorum = Minderbrüder -> Minoriten = Barfüßer)

Mit der Reformation in Hannover verlassen die Minoriten 1533 das Kloster und die Stadt. Das Kloster dient fortan bis ca. Mitte de 17. Jh. säkularen Zwecken, die Kirche selbst dient als Zeughaus.(1)
Mit Entwicklung Hannovers zur Residenzstadt und dem damit einhergehenden Bau des ersten Leineschlosses seit 1642, wird die ehem. Minoritenkirche nun teilweise in den Schloßbau integriert. Sonstige Bauteile des Kloster verschwinden im Zuge der Bauarbeiten.
Seit den 1640er Jahren bis um 1800 ist die Kirche offiziell lutherische Schloss- und Hofkirche .
Während der französischen Besetzung Hannovers, wird das Schloss in eine Kaserne mit 3000 Mann umgewandelt, und die Kirche, wenn überhaupt, vermutlich säkular genutzt.
Bereits vor der Annexion Hannovers durch Preußen, Mitte des 19. Jh. hatte sich das Schloss zunehmend zur Heimstatt politischer Institutionen entwickelt. Zwischen 1816 und 1844 finden grundlegende Umbauten des Schlossen durch den Hofarchitekten Georg Ludwig Friedrich Laves statt. Ob und wie weit die Kirche in der ersten Hälfte des 19. Jh. gottesdienstlich genutzt wird, war bisher für diesen Eintrag nicht zu ermittelt.
Spätestens unter preußischer Regentschaft, seit 1866, wandelt sich die Schlosskirche zur Garnisonskirche, bis für diese unierte (lutherische und reformierte) Militärgemeinde 1896 eine größere ev. Garnisonskirche am Goetheplatz fertiggestllt wird.(2)
Nach Zerstörung im zweiten Weltkrieg wird das Schloß 1957 bis 1962 mit Weglassung der Kirche als Landesparlament wiederaufgebaut.

Info:
Minoritenkloster (Hannover) auf wikipedia.org
Leineschloß auf wikipedia.org

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(1) Arnold Nöldeke: Minoritenkloster, in: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover Bd. 1, H. 2, Teil 1, Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1932 (Neudruck Verlag Wenner, Osnabrück 1979, ISBN 3-87898-151-1)
(2) landeskirchlichesarchiv-hannover.de/allgemeines

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