Köln Zündorf, St. Joseph

Bauzeit: 1887–89
Standort: Gütergasse 33
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Augustiner Cellitinnin

1973 erfolgt der Verkauf der Kapelle. Zunächst wurde der Abbruch der Kapelle empfohlen, jedoch konnte dies durch den Einsatz des 1987 gegründeten „Kulturverein Zündorfer Klosterkapelle“ verhindert werden. Gründungsmitglied und Besitzer der Kapelle war Wolfgang Erdle, dessen Sohn, Phillip Erdle erbt diese nach seinem Tod 2001.
Die Kapelle fungiert bis heute als Veranstaltungsort und Galerie.

Info/ Quelle
klosterkapelle.de
Foto St. Joseph auf wikipedia.org

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Köln Deutz, Alt St. Heribert

Bauzeit: 11. Jh. /17 Jh. (fünfte Kirche am Standort)
Standort: Urbanstraße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Benediktinerabtei

Nach Säkularisierung des Klosters 1803 wurde die Klosterkirche zur Deutzer Pfarrkirche. Die alte Pfarrkirche St. Urban (9.Jh.) war seit der Flut 1784 stark baufällig geworden, so daß 1804 die Übernahme der nachbarschaftlich gelegenen, inzwischen leerstehenden Klosterkirche auf der Hand lag. St. Urban wurde kurze Zeit später abgebrochen.
Mit Bau der neuen St. Heribert Kirche („Düxer Dom“) 1896 hatte schließlich auch die alte Pfarrkirche ausgedient. Die alte Kirche, inzwischen im Besitz der Fürsten von Nassau Usingen, war bis 1919 Garnisonskirche der rheinischen Kürassiere und wurde noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges instandgesetzt. Seit 1930 dienten Abteigebäude und Kirche schließlich als Depot für die Sammlung des Schnütgen Museums.
Im zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die Kirche von 1956-1977 wieder aufgebaut.
1994 zog die griechisch-orthodoxen Gemeinde Kölns in die Kirche ein, welche vorher in der Ursulinenkirche zu hause war.

Info/ Quelle
Alt St.-Heribert auf wikipedia.org
Gemeinde Neu St. Heribert auf kirche-deutz-poll.de
Griechisch Orthodoxe Gemeinde auf orthodoxie-koeln.de
Abbildung alt St. Heribert auf klamax.de

Lit.:
Colonia Romanica. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V. Bd 13, Köln 1998, darin:
– Lucia Hagensorf-Nußbaum: Zur Baugeschichte von Alt St. Heribert in Deutz, S. 55
– Josef Rüenauver: Nutzung und Umnutzung katholischer Kirchen am Beispiel von Alt St. Heribert, S. 182-187

Köln, Kreuzkirche

Bauzeit: 1913
Standort: Machabärerstraße 26
Architekt:
Konfession: evangelisch

Dezember 2009 letzte Gottesdienst.
Bis 2010 erfolgt der Umbau der Kirche zu einer Jugendherberge: 34 Zimmer mit 161 Betten. Kirchraum wird Gemeinschaftsraum mit 150 Sitzplätzen. Auf der Empore Auf der ehemaligen stehen Sessel, Internet-Terminals, Billard-Tisch und Kicker.
„Es ist bundesweit das erste Mal, dass eine Jugendherberge in einer ehemaligen Kirche eingerichtet wird. Der Evangelischen Gemeinde Köln bleiben nach dem Verkauf der Kreuzkirche noch fünf Kirchen in ihrem Bereich.“ – Quelle: https://www.ksta.de/12793702 ©2018

Info/ Quelle
Kreuzkirche wird zur Herberge. 12.02.09 auf ksta.de
pathpoint auf jugendherberge.de

Köln, Kartäuserkirche

Bauzeit: Mitte 14. Jh. – 1394
Standort: Kartäusergasse
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Kartäuser

Mit Säkularisierung des Kloster 1794 wird die Kirche profaniert und zum Lagerraum des französischen Militärlazaretts umfunktioniert. Seit Übernahme des preußischen Militärfiskus 1815 bleibt diese Funktion bis 1923 erhalten, bis die Kirche sowie Teile des ehemaligen Klosters in den Besitz der Evangelischen Gemeinde Köln als Ersatz für die Pantaleonskirche übergeben.

Info/ Quelle:
Kartäuserkirche auf wikipedia.org

Köln, St. Pantaleon

Bauzeit: 957, Westwerk um 1000
Standort: Am Pantaleonsberg 10a
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Benediktinerkloster
Grablege Kaiserin Theophanu, die Gemahlin Kaisers Otto II

Mit Auflösung des Klosters 1794 wird die Kirche Pferdestall für die französische Garnison. Die Gemeinde nutzt zeitweilig die nahegelegene Kirche St. Maria vom Frieden
Von 1815 bis 1922 bleibt das Gebäude im Besitz der preußische Armee und wird nun zur evangelische Garnisonskirche. Mit Entmilitarisierung des Rheinlandes findet nach über hundert Jahren ein Gemeindewechsel statt, als jetzt die evangelische Gemeinde in die Kartäuserkirche zieht und St. Pantaleon schließlich wieder katholisch wird und bis heute als Pfarrkirche dient, geleitet durch Priester der Personalprälatur Opus Dei.

Info/ Quelle:
St. pantaleon auf wikipedia.org

Köln, St. Maria vom Frieden

Bauzeit: 1643-92
Standort: Schnurgasse
Architekt:
Konfession: römisch katholisch , Karmelitinnen

1802 erfolgt die Auflösung des Konvents durch die Franzosen.
1803 wird die Klosterkirche zur Pfarrkirche für die Pantaleonsgemeinde erhoben, deren Kirche (siehe dort: St. Pantaleon) inzwischen als Pferdestall verwendet worden war.
Durch Bombeneinschlag im zweiten Weltkrieg völlig zerstört, baut der Kölner Dombaumeister Willy Weyres in den 1960er Jahren die Kirche wieder auf, welche bis heute den, in der Nachkriegszeit zurückgekehrten Karmelitinnen dient.

Fundort: Schicksale. 1987
Info:
St. Maria vom Frieden auf wikipedia.org

Köln, Antoniter Kirche

Bauzeit: 1350-1370/78
Standort: Schildergasse
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Antoniter-Orden
Besonderheit: „Der Schwebende“ von Ernst Barlach

Mit Auflösung des Klosters 1794 und mit der Option durch die Fanzosen, eine der ehemaligen katholischen Klosterkirchen zu übernehmen, entschieden sich die Protestanten für die Antoniterkirche. Auch nach der preußischen Kirchenunion 1817 wurde die Kirche simultan von reformierten und lutherische Gläubigen genutzt. Bis heute werden nachwievor auch unierte Gottesdienste angeboten.
1802−1805 erfolgte ihr Umbau unter der Leitung von Ferdinand Franz Wallraf, insbesondere der Einbau von Emporen sowie die Einrichtung eines Kanzelaltars.
Die Kirche fungiert heute als sog. City-Kirche (AntoniterCityKirche.de).

Info/ Quelle:
Antoniterkirche auf wikipedia.org

Köln-Flittard, Lukaskirche

Bauzeit: 1957–1959
Standort: Roggendorfstr. 39
Architek:
Konfession: evangelisch

2004 Fusion der evangelischen Gemeinden Flittard und Stammheim.
2009 Verkauf und Abbruch, sowie Errichtung eines Seniorenstift der Johanniter in situ.
Der in der Bonhoefferstr. 8 (ehem. Bonnhöfer Haus) errichtete Neubau (Architekten Sauerbruch Hutton) der Evangelische Brückenschlag-Gemeinde wurde im März 2013 als Immanuelkirche geweiht. Komplett aus Holz errichtet, ist der Innenraum multifunktional und bietet lose Bestuhlung (160 Plätzen + 60 Empore).

Architektur-Preise: Deutschen Holzpreis 2015; Holzbaupreis NRW 2013; Deutscher Architekturpreis 2015; Kölner Architekturpreis 2014; Shortlist für den Mies van der Rohe Award 2015

Info/Quelle
Lukaskirche auf bilderbuch-koeln.de
Lukaskirche auf kirche-koeln.de
Immanuelkirche auf architekturzeitung.com
Immanuelkirche auf detail.de

Köln Rondorf, Heilige Drei Könige

Bauzeit: 1900, Turm 1957
Standort: Rondorfer Hauptstr. 45
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

1987-1989 Mit Neubau der heutigen Kirche an der Hahnenstraße (Architekt: Karl-Josef Ernst) wird die alte Kirche obsolet.
Nach Profanierung 1987 wird die Kirche an das Architektuebürolinkarchitekten.de verkauft. Von 1991-1993 erfolgt der Umbau des Gebäudes. Das Kirchenschiff wird als Atelier, Büro- sowie als Ausstellungsraum und Konzertsaal umgebaut und genutzt, während der Turm zum Wohnturm der Familie Link mit vier Loftwohnungen umfunkrioniert wird.
Zudem firmiert unter der Adresse: Haenlein.Link.Chapmann Taylor Architekten EWIV.
2015 kommt es nach über 25 Jahren zur Erneuten Versteigerung des Kirchenschiffs. Der Turm verbleibt im Besitz der Familie. Bereits 1986, beim erstmaligen Verkauf wurde die Nutzung vom Bistum vorgegeben. Laut einer entsprechenden Grundbuchklausel ist die Nutzung beschränkt auf Gewerbe, Wohnen und Kultur.(1) Bernd Mannhardt, Schwager von Paul und Martin Link ist neuer Besitzer des Kirchenschiffs.(2)
Zu den Kulturveranstaltungen im Kirchenschiff siehe: Veranstaltungen auf linkarchitekten.de

Info / Quelle
(1)Rondorfer Kirchenschiff Ein Kulturort unter dem Hammer. 09.04.15 Auf rundschau-online.de
(2) Zwangsversteigerung Das Kirchenschiff bleibt in der Familie. 20.04.15 auf ksta.de
– Fotos auf homify.de
Kirchengemeinde Heilige drei Könige
Ausstellung Kontrapunkt in der Kirche kik-wb.de