Stuttgart, ev.-meth. Auferstehungskirche

Bauzeit: 1879
Standort: Sophienstraße
Architekt:
konfession: evangelisch methodistisch

Seit 2011 ist die Kirche ungenutzt.
2012 Verkauf
2013 Abbruch

Quelle:
stuttgarter-zeitung.de Artikel: Der Auferstehungskirche droht der Abriss (10.01.2013)

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Stuttgart, neue Garnisonskirche

Bauzeit: 1875-79
Standort: Kienestraße
Architekt: Conrad von Dollinger
Konfession: evangelisch

Nachdem die alte Garnisonskirche(*) zum Futtermagazin umfunktioniert wird, veranlaßt König Friedrich in den 1870er Jahren den Bau einer neuen Garnisonskirche. Diese, an der Lindenstraße 49 (heute Kienestraße) errichtete Kirche wird mit Zerstörung im Krieg 1951 abgerissen.

Fundort: Schicksale Deutscher Baudenkmale im 2. Weltkrieg, 2001
Quelle:
quartiersgeschichte auf forum-hospitalviertel.de
Foto der Kirchenruine auf von-zeit-zu-zeit.de
Fotos siehe auch auf bildindex.de
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(*) Die alte Garnisonskirche wurde 1777 durch die Umgestaltung einer ehemaligen Herrschaftsscheune des Bauhofs geschaffen. Wiederholt zweckentfremdet, zuletzt ab 1879 zusammen mit dem benachbarten Hofwaschhaus als Futtermagazin für das Ulanenregiment, musste sie 1889 dem Bau des Landesgewerbemuseums weichen. (vergl. Die Schulgebäude des FEG auf feg-stuttgart.de)
Foto: Plan der Stadt Stuttgart von 1896

Berlin-Friedrichshain, Friedhofskapelle

Bauzeit: 1879 als Friedhofskapelle
Standort: Boxhagener Straße 99

1948 Umbau zur Gemeindekirche Verheißungskirche
1997 Gemeindefusion der Kirchengemeinden Offenbarung (Notkirche von Bartning) und Verheißung, seit 1998 fusionieren diese mit der Zwingli-Stralauer Gemeinde, s.a. Nutzung der Zwinglikirche.
2005 Ausschreibung für Umnutzungkonzepte, seitherNutzung als Theater

Info:
theaterkapelle.de
Geschichte der genannten Gemeinden

Bochum, Christuskirche

Bauzeit: 1877-79
Standort:
Architekt: August Hartel u. Theodor Quester, Krefeld

1943 Zerstörung (Turm erhalten)
1957 Neubau eines Kirchenschiffs, Entwurf Dieter Oesterlen
1990er Gründung der Initiative ‚Denkmal gegen Gewalt‘, Turm als Mahnmal gegen den Krieg
seit 2003 Kirche der Kulturen, Veranstaltungskirche

Info:
christuskirche-bochum.de
denk-mal-christuskirche.de

Bochum, Marienkirche

Bauzeit: 1872
Standort: Marienplatz 1
Architekt: Gerhard August Fischer

1943 zerstört
1953 Wiederaufbau durch den Bochumer Architekten Kurt Hubert Vieth
2002 profaniert, die kroatische Gemeinde zieht nach 30 Jahren in die Heilig Kreuz Kirche (siehe dort)
2006 Erwägungen die Kirche als Standesamt zu nutzen, Abrißantrag gestellt (kreuz.net/article.3665.html, sowie WAZ)
Seit 2007 wird die Kirche als Trainingsstätte der Urbanatix genutzt.
2009 Planung eines Musikzentrums unter Einbeziehung der Kirche, darin Einrichtung eines Kammermusiksaals bzw. Multifunktionssaales für ca. 400 Personen. Wettbewerb 1. Preis Max Dudler, Berlin. Auf dem Platz neben der Kirche soll der Neubau eines Konzerthauses für die Bochumer Symphoniker.
2011 voraussichtlich Baubeginn für Kirchenumbau
2012 Wettbewerb, 1. Preis + Auftrag gehen an die Architekten Bez + Kock
2016 Fertigstellung des Musikzentrum Anneliese Brost Musikforum Ruhr , hierin wird die Kirche als Foyer integriert und kann ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden.

Info + Quelle:
bochumer-symphonie.de
laufende Diskussion im Forum auf deutsches-architektur-forum.de
Foerderverein ‚Pro Marienkirche Bochum-Mitte‘
Wettbewerb auf competitionline.com
Urbanatix auf Wikipedia
St.-Marien-Kirche auf Wikipedia
Musikzentrum Bochum auf wikipedia.org

Lit.: Modellvorhaben Kirchenumnutzungen. Ideen – Konzepte – Verfahren. Sechzehn Beispiele aus Nordrhein-Westfalen. HG: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. 2010

Hamburg-Altona, Johanniskirche

Bauzeit: 1868-1873 (600 Plätze)
Standort: Max-Brauer-Allee 199
Architekt: Johannes Otzen (Erstlingswerk)

19. Jh. Garnisonskirche
1930er-40er eine Hochburg Deutscher Christen
1933 Massenhochzeit der Firma Reemtsma
seit 2008 Kulturkirche: kommerzielle Event-Location; Kulturkirche Altona GmbH – Kooperationspartner der Kirchengemeinde Altona-Ost

Info:
kulturkirche.de
gemeinde-altona-ost.de
Massenhochzeit siehe: fotoarchiv-reemtsma.de

Wuppertal-Barmen, Friedenskirche

Bauzeit: 1869-1871, (1.200 Plätze)
Standort: zw. Mühlenweg und Große Flurstraße (Nordostecke des Rathaus-Anbaus)
Architekt: Hermann Cuno

1943 zerstört
1945ff Abbruch – vermutl. im Zusammenhang mit dem Neubau der Rathauserweiterung in den 1980er Jahren. Die Gemeinde nutzt seit der Nachkriegszeit das Gemeindehaus Am Wichelhausberg, Ecke Mühlenweg.
Ab ca. 2000 nutzt die Afrikanischen Gemeinde das Gemeindehaus als Gottesdienstort.
2010 Verkauf des Gemeindehauses an einen Wuppertaler Investor.

Q: de.wikipedia.org/wiki/Friedenskirche_(Barmen)

Wuppertal, Trinitatiskirche

Bauzeit: 1876-78, über 1.267 Sitzplätze
(Vater von Martin Niemölller, Heinrich N. war ab 1900 Gemeindepfarrer an der Kirche )
Standort: Arrenberger Straße
Architekt: Heinrich Bramesfeld

1943 zerstört
1948-50 Wiederaufbau mit Platzreduktion auf 350 Sitzplätze (Verzicht auf Emporen; Einziehung einer flachen Holzdecke).
1992 unter Denkmalschutz gestellt
2000 Schließung; Überflüssig durch Vereinigung der lutherischen und reformierten Gemeinden sowie Mitgliederschwund
2011 Nutzung als Ausstellungsraum durch einen Orgelhändler.

siehe auch: Immanuelskirche (Barmen-Gemarke); alte Kirche Wupperfeld

Q/Info:
Trinitatiskirche auf wikipedia.de
Instrumente Ladach Gebrauchtorgel

Düsseldorf, Ev. Johanniskirche

Bauzeit: 1875-81 (größte ev. Kirche der Stadt: 1600 Sitzplätze)
Standort: Martin-Luther-Platz
Architekten: Walter Kyllmann und Adolf Heyden

1943 zerstört
1950er Wiederaufbau mit Verkürzung des Kirchenschiffs: Westjoch in sechs Geschosse zur Einrichtung eines Gemeindezentrums unterteilt. Nutzung des Kirchenraums für Gottesdienste und Konzerte.
1997 Einbau eines Cafés im Foyer (Design Axel Kufus, Berlin)
2008 Umbau und Sanierung im Inneren: Rückbau der Emporen.

Fundort: Kriegsschicksale deutscher Architektur, Bd. 1, 1987
Info: http://www.johanneskirche.org/

Kiel, Pauluskirche

Bauzeit: 1878-82
Standort: Niemannsweg
Architekt: von Gotzkow
Konfession: evangelisch lutherisch

Als Garnisonskirche des Kieler Marinestützpunktes für 450 Personen errichtet, dient die Kirche zunächst als Simultankirche für evangelische und katholische Garnisonsangehörige. Nahe der Innenförde, sollte sie ebenfalls als Landmarke für die einlaufenden Schiffe dienen.
Erst 1907 erfolgt ihre Umbenennung in Pauluskirche. (1905-1909 werden zwei Garnisonskirchen, die ev. Petruskirche und die katholische St. Heinrich-Kirche errichtet)
1918 mit Verkleinerung der Garnison nach dem ersten Weltkrieg steht allein die Petruskirche als Garnisonskirche zur Verfügung.
1925 Heiliggeistgemeinde übernimmt die Pauluskirche mit Hilfe einer Kostenübernahme von 50.000 RM durch den Staat (bisheriger Besitzer der Kirche ware der Marinefiskus).
Seit Anfang 2008 fusioniert Heiliggeist mit der Ansgargemeinde sowohl die Ansgar- als auch die Pauluskirche werden als Gemeindekirche genutzt.

Info:
Historischer Überblick über die Pauluskirche auf kiel.de
Pauluskirche auf heiligengeist-kiel.de