Hildesheim Himmelsthür, Anstaltskirche des evangelischen Frauenheims Himmelsthür

Bauzeit: 1902-04, Kirche im Obergeschoss
Standort: Obere Dorfstraße 12
Architekt: Adelbert Hotzen
Konfession: evangelische Anstaltskirche

Im September 1977 wurde in der alten Anstaltskirche der letzte evangelische Gottesdienst gefeiert, es erfolgt die Verlagerung des gesamten Heim nach Hildesheim-Sorsum.
1978 wird die Kirche sowie die angrenzenden Gebäude an die Serbisch-orthodoxe Diözese für Mitteleuropa verkauft. Die Gebäude werden zum Bischofssitz mit Kloster und Begegnungszentrum, Umgestaltung für die orthodoxe Liturgie umgewandelt (Ikonostase und Ikonen)
1979 Weihe der Kirche als ‚Entschlafung der Allheiligen Gottesgebärerin’

Quelle/ Info:
Anstaltskirche auf wikipedia.de
– Website der Orthodoxe Fraternitaet in Deutschland – orthodoxfrat.de

Essen Kupferdreh, St. Josef

Bauzeit: 1902-1904
Standort: Heidbergweg/ Schwermannstraße
Architekt: Heinrich Wassermann
Konfession: römisch katholisch

Im November 2013 wird die Kirche aufgrund von Baufälligkeit profaniert sowie das Inventar an verschiedene Gemeinden verkauft, u.a. die Sandtner-Orgel an St. Konrad in Amberg (Bistum Regensburg).
2014 finden Verhandlungen über den Verkauf der Kirche an die Contilia GmbH statt (1).
Im Winter 2015/16 kommt es zum Abbruch der Kirche.

Fundort: Liste Essener Sakralbauten auf wikipedia.org
Info/ Quelle: (1) „Zukunft der Gemeinde St. Josef“ auf kirche-vor-ort.de

Lit.: Johann Rainer Busch: Geschichte der St. Josef-Kirche. Essen 2017 (80-seitigen Broschüre)

Essen Holsterhausen, St. Mariä Geburt

Bauzeit: 1902-07
Standort: Harkort-, Intze-, Bunsenstraße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

1943 zerstört,
Nach 1945 Abbruch, Neubau an anderer Stelle: St. Maria Geburt, Frohnhausen

st_mariae_geburt
(Grieben Stadtplan Essen 1926)

Fundort: Liste Essener Sakralbauten auf wikipedia.org
Quelle/Info: St. Mariae Geburt auf st-antonius-frohnhausen.de

Wilhelmshaven, alte Christuskirche

Bauzeit: 1901
Standort: Adalbertstr. / Ecke Peterstr.
Architekt:
Konfession: evangelisch lutherisch

Zerstörung im 2. Weltkrieg und Abbruch der Ruine
Christusgemeinde kauft 1959 die Garnisonskirche von der Stadt.

Quelle/ Info:
Christuskirche erwähnt auf wikipedia.org – Wilhelmshaven
Christuskirche erwähnt auf wikipedia.org – Christus- und Garnisonkirche
Foto der Christuskirche auf zeno.org

Hamburg St. Pauli, Gnadenkirche

Bauzeit: 1904/06
Standort: Tschaikowskyplatz 1 (zw. Karoviertel und Schanzenviertel)
Architekt: Fernando Lorenzen
Konfession: evangelisch lutherisch

Seit 2000 der russischen Gemeinde zur Nutzung überlassen.
2002 Fusion mit der Gemeinde St. Pauli Süd.
2004 Für einen symbolischen EURO Verkauf an die Russisch-Orthodoxe Kirche.
2007 Weihe als ‚Kirche des Hl. Johannes von Kronstadt zu Hamburg‘. Die Kirche ist Mittelpunkt für über 10.000 russisch-orthodoxen Gläubige des Moskauer Patriarchats in Norddeutschland und ca. 2000 russisch orthodoxe Gläubige Hamburgs.

Info:
Gemeindewebsite hamburg-hram.de
Gnadenkirche auf stadtteilgeschichten.net mit historischer Kartenansicht

Bochum Stahlhausen, St. Antoniuskirche

Bauzeit: 1901-02
Standort: Bessemerstraße
Architekt/in:
Konfession: römisch katholisch

Der ursprünglich 2007 geplante Umbau zum Wohn- und Pflegeheim (fünf Geschosse, Einzelzimmer für 84 Personen sowie Aufenthalts-, Mehrzweck-, Pflegeräume und Café) kommt nicht zustande.
Die katholische Kirchengemeinde zieht vorraussichtlich 2014 in die Friedenskirche nach Bochum Stahlhausen (siehe dort)

2018 existierten Pläne zum Umbau der Kirche und ihres Umfeldes zum „Antonius-Karree“ . Dabei sollten Penthouse- und Appartmentbereiche in der und um die Kirche herum entstehen. Die Idee dazu geht auf den Unternehmer Werner Boxbücher zurück.

Info:
zwoplus-architekten Projekt Antoniuskirche
Soll die Antoniuskirche zum Altenheim umgebaut werden? Umfrage auf bo- stimmt-ab.de (24.05.2013)
Neunutzung durch Altenheim, Kunst und Akrobatik. Artikel am 10.08.2011 auf derwesten.de
Propst will Kirche in Bochum-Stahlhausen zum Altenheim umbauen. Artikel am 23.04.2011 auf derwesten.de
deutsches-architektur-forum.de: Umbau St. Antoniuskirche in ein Altenwohnheim (20.07.13)
Zweites Ehrenfeld. Unternehmer plant Antonius-karree (18.05.2018)

Aachen-Laurensberg, Kloster St. Raphael/ Tuchfabrik

Bauzeit: 1867, als Tuchfabrik errichtet
Standort:
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Seit 1903 Weihe und Einzug der Ordensgemeinschaft Töchter vom Heiligen Kreuz
2003 Schließung des Klosters
2007 Verkauf an die Interboden-Gruppe
2009 Baubeginn ‚Wohnquartiers Raphaelhöfe Soers‘

Info:
Umnutzungskonzept Kloster St. Raphael
Geschichte des Klosterareals
raphaelhoefe-soers.de
Kloster St. Raphael auf das-baudenkmal.de

Hamburg-Barmbek, Heiliggeistkirche

Bauzeit: 1903
Standort: Brucknerstraße/ Ecke Hufnerstraße
Architekt: Hugo Groothoff
Konfession: evangelisch lutherisch

2004 Nach Gemeindefusion mit der Bugenhagen– und Kreuzkirchegemeinde erfolgt der Umzug der Gemeinde in die Kreuzkirche.
2005 wird die Kirche entwidmet.
Anfang 2008 Beginn der Abbruchtätigkeiten der Kirche. Erster Abbruch in der neuzeutlichen Kirchengeschichte Hamburgs. Auf dem Gelände entsteht das sogenannte ‚Barmbeker Turmhaus‘, in dessen Komplex der Ostteil des Kirchenquerhauses integriert wird (siehe Fotolink unten).

Fundort + Info: Heiliggeist auf welt.de – Erstmals seit Jahrhunderten faellt eine Kirche (12.02.08)
Foto: Heiliggeist in Trumhaus integriert auf flickr.com (Patrick Scholl)

Mannheim, Lutherkirche

Bauzeit: 1906 (1)
Standort:
Architekt: Emil Döring
Konfession: evangelisch

2010 Im Rahmen des bundesweiten Projekts ‚Kirche findet Stadt‘ wird die Lutherkirche zur ‚Diakoniekirche Plus‘ umgewandelt.
Das Nutzungskonzept wurde von der Evangelischen Kirche Mannheim, dem Diakonischen Werk Mannheim und verschiedenen weiteren Nutzergruppen entworfen (Gemeinde, MaDiTa, MAZ, Diakonie Cafe, Aufwind etc.). Ziel ist es, verschiedene Angebote für unterschiedliche Zielgruppen anzubieten, derzeit wird angeboten: Rechts- und Sozialberatung für Arbeitslose, Mietrechtliche Beratung, Cafe Plus, Internetcafe, Kinderkaufhaus Plus etc.(2)
Dazu sind folgende bauliche Veränderungen notwendig: Seitenemporen durch Glaswände abgetrennt; 4 Beratungsräume; Kirchencafé unter der Hauptempore; ein darüber liegender Gemeinderaum bzw. eine Winterkirche.

Quelle/ Info:
Geschichte der Kirche auf neckarstadtgemeinde.de
Lutherkirche auf wikipedia.org
Lutherkirche auf ekma.de
– ‚Kirche findet Stadt‘ (pdf) auf nationale-stadtentwicklungspolitik.de

(1) Vorgängerbau 1883/84 (Hermann Behaghel) auf Abbruch verkauft, Baumaterial für Neubau der Pauluskirche im Stadtteil Waldhof genutzt.
(2)- Über die Angebote und die Geschichte der Kirche auf neckarstadtgemeinde.de