Nürnberg, St. Katharinen

Bauzeit: 1297 (geweiht)
Standort: Am Katharinenkloster 6
Architekt:
Konfession: römisch katholisch (Dominikanerinnen)

1596 wird das Kloster nach Erlöschen der Klostergemeinschaft aufgelöst.
Bis 1620 dienen die Klostergebäuede als Versammlungsraum für die Nürnberger Meistersinger, welche seitdem bis 1778 auch die Klosterkirche selbst nutzen. Das KLoster stand noch einmal in den Revolutionstagen von 1848, als politischer Versammlungsort im Fokus und diente auch immer wieder kulturellen Zwecken, wie Ausstellungen: Nicht nur finden ab 1887 wieder regelmäßig Musikveranstaltungen ihn der Kirche statt, 1938/39 kommt es auf Weisung Hitlers auch zur Präsentation der Reichsinsignien.
Bis Kirche und Kloster schließlich bei einem Luftangriff völlig Zerstört werden, und erst mit dem ersten Open-Air-Konzert 1969 die Ruine wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerät.
1970/71 erfolgt schließlich die Sicherung des Gebäudes für eine dauerhafte Nutzung als Konzertstätte.

Info/ Quelle:
St. Katharina auf wikipedia.de
‚Kultur in der Katharinenruine‘ auf altstadt-sued.de

Cuxhaven-Lüdingworth, Liebfrauen

Bauzeit: 1928 in einer ehem. Schule eingerichtet
Standort: Liebfrauentrift 2
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Die Kapelle ist seit den 1960er Jahren in Betrieb. Um 1990 findet die Profanierung statt.
1995 erfolgt der Verkauf des Gebäudes an die Stadt Cuxhaven, danach kommt es zur Übernahme der Kapelle durch den Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V. Das heute sogenannten Worth-Huus wird als Ausstellungs- und Arbeitsgebäude des Vereins genutzt.

Info/ Quelle:
Liebfrauen auf wikipedia.org
– Foto: Worth-Huus (2009) auf cuxpedia.de

Halberstadt, Martinikirche

Bauzeit: um 1300
Standort: Martiniplan
Architekt:
Konfession: evangelisch lutherisch

Seit Bau der Doppelturmanlage, ist diese im Besitz der Stadt und diente ihr als Wachturmanlage. Noch heute städtisches Eigentum, werden die Türme heute von der Kirchengemeinde unter dem Namen ‚Westwerk Jugendkirche‘ genutzt.
Die berühmte Barockorgel der Kirche wurde in den 1590er Jahren ursprünglich für die Schlosskapelle des Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel in Gröningen (12km nö von Halberstadt) gebaut, 1770 kam Sie nach Schenkung durch Friedrich II. in die Martinikirche (das Schloß war bereits stark verfallen). Die Orgel galt unter Zeitgenossen als Weltwunder der Orgelbaukunst. Die heute in der Kirche stattfindenden Konzerte werden nicht auf der Beckorgel gespielt, da diese sich in einem desolaten Zustand befindet (Q: praetorius-beckorgel.de)
1989 wird die Kirche auch als Versammlungsraum des ‚Neuen Forums‘ genutzt.
Als Wahrzeichen der Stadt, steht die Kirche neben Gottesdiensten in Mehrfachnutzung für Konzerte, Theater und Ausstellungen zur Verfügung.
Nachwievor gibt es Bemühungen die Beckorgel zu Sanieren sowie neue Nutzungskonzepte zu für die Kirche zu entwickeln.

Info:
Martinikirche auf Wikipedia
Martinikirche auf ev-kirche-halberstadt.de
praetorius-beckorgel.de

Hörnum auf Sylt, St. Josef

Bauzeit: 1962
Standort: Rantumer Str. 33

2008 profaniert, teilw. Nutzung als Raum der Stille
2011 möglw. Nutzung als Ausstellungsraum des Nationalparkzentrums ‚Schutzstation Wattenmeer‘

Quelle: shz.de SYLTER RUNDSCHAU, Artikel: Wenn Krebse in die Kirche gehen: St.-Josef wird Ausstellungsraum (22. Juli 2011)

Gelsenkirchen-Horst, Jakobuskirche

Bauzeit: 1963
Standort: Laurentiusstraße 33
Architekten:Drengwitz, Glasmeier und Halfmann, Gelsenkirchen
Konfession: römisch katholisch

November 2006 Schließung der Kirche
seit 2010 Trauerhalle des Bestattungshauses Nehrkorn (Erbpacht), Nutzung: Verabschiedungsräume, Kolumbarium, Sargausstellung sowie Kunstausstellungen.

Info: Bestattungen Nehrkorn
Lit.: Modellvorhaben Kirchenumnutzungen. Ideen – Konzepte – Verfahren. Sechzehn Beispiele aus Nordrhein-Westfalen. HG: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. 2010

Bochum Hamme, Erlöserkirche/ Epiphaniaskirche

Bauzeit: 1929-1930
Standort: A 40 / Dorstener Straße
Architekt: W. Tiefenbach, Castrop-Rauxel
Konfession: altlutherisch: Mitglied der altlutherischen Kirche in Preußen, seit 1972 SELK (Selbständig evangelisch-Lutherische Kirche)

1943 teilw. Zerstörung der Kirche
1950 Wiedereinweihung, Umwidmung auf den Namen Epiphanias Kirche
seit 2004 sogenannte ‚Epi-Konzerte‘ auf der Schuke Orgel (aus der Friedenskirche Essen)
Im September 2009 Gründung des ‚Trägerverein Autobahnkirche RUHR an der A40‘
Ab Mai 2010 als erste Autobahnkirche in einer deutschen Großstadt genutzt.
2011 Einrichtung einer Gebetsecke mit Ikone für orthodoxe Christen

siehe auch Dreifaltigkeitskirche Hamme

Quelle/ Info:
Gemeindewebsite epi-bochum.de
Autobahnkirche Ruhr
russisch orthodoxe Kirche
Q: über die Kirche auf bochum.de

Aachen, St. Peter

Bauzeit: 1714-18
Standort: Peterskirchhof, im 2. Jh. römische Begräbnisstätte und Friedhof der ersten Aachener Christen.
Architekt: Laurenz Mefferdatis

1948 Wiederaufbau
1970er Umbau im Innern durch Dombaumeister Leo Hugot: Chor nach süden verlegt, Chorraum vom Kirchenschiff abgetrennt, heute darin Sakristei.
seit den 1980ern Präsentation zeitgenössischer Kunst, wechselnde Ausstellungen; die Kirche wird neben der katholisch deutschen Gemeinde auch von einer kroatischen sowie vietnamesische Gemeinde genutzt.

Info: Kulturserver-nrw.de/ St.Peter Aachen

Wuppertal-Unterbarmen, Pauluskirche

Bauzeit: 1881
Standort: Pauluskirchstraße 8

1936 – 1945 Predigtstätte ‚Deutscher Christen‘
1991 Vermietet an die Bergische Universität Wuppertal, Nutzung als Vorlesungssaal.
1995 Gründung des Vereins ‚Freundeskreis Pauluskirche Unterbarmen e.V.‘, div. Nutzungen: monatlicher Gottesdienst, Vorlesungen der Universität, Konzerte und Ausstellungen

Info:
uni-wuppertal.de
de.wikipedia.org/wiki/Pauluskirche_(Wuppertal)

Düsseldorf Heerdt, Bunkerkirche/ St. Sakrament

Bauzeit: Bunker 1942 (widerrechtlich auf Kirchengrund errichtet)
Standort: Heerdter Landstraße, Ecke Kevelaerer Straße
Architekt: Phil. W. Stang – Umbau zur Kirche
Konfession: römisch katholisch

Das Grundstück war im Besitz der Gemeinde St. Sakrament und wurde um 1940 enteignet. Nach 1945 wurde der Besitz an die Gemeinde rückübertragen. 1947-49 erfolgte Umwandlung des Bunkers zur Kirche. Durch den erhaltenen Bestand des Bunkers, erhielt sie den vielsagenden Titel: stabilste Kirche der Welt!
Seit 1995 unter Denkmalschutz, stand die Kirche im Rahmen der EUROGA 2002 als Ausstellungs- und Kunstort zur Verfügung. Mit Gründung der Initiative ‚Friedensort Bunkerkirche‘ wurde sie einige Jahre als Austellung- und Veranstaltungsort und für Konzerte genutzt, bis sich die inzwischen zum Verein firmierte Initiative auflöste. Eine Abschlußveranstaltung fand 2017 statt.

Auch mit Verkauf der Kirche 2015 an die koptische-orthodoxe Gemeinde Düsseldorf, feierte die St. Antonius- und Benediktusgemeinde regelmäßig Gottesdienste, und darf dies auch in Zukunft, nach entgültiger und ausschließlicher Nutzung durch die Kopten seit März 2018, einmal im Jahr tun.
Die Koptische Gemeinde war vorher in der Marienkirche (Oststraße) ansässig und aufgrund der erstarkenden Gemeinde auf der Suche nach größeren Räumen. Der Kirchenraum ist entsprechend der christlich orthodoxe Tradition seither mit einer Ikonostase ausgestattet.
Ein Gemeindezentrum für Bildung, Beratung und Begegnung ist in Planung und soll unmittelbar an die Kirche angrenzen. Foto zur Bauplanung und Spendenaufruf auf ekir.de

Info:
– Detailreicher Überblick in die Geschichte der Bunkerkirche auf friedensort-bunkerkirche.de
Kunstort Bunkerkirche auf bunkerkirche.de
Foto, link zu googlemaps: http://bit.ly/q8zYuS
Bunkerkirche auf wikipedia.org
St. Sakrament auf santobene.de

Gelsenkirchen Ückendorf, Heilig-Kreuz-Kirche

Bauzeit: 1927-1929 (Hauptwerk des Backsteinex- pressionismus in Deutschland )
Standort: Bochumer Straße
Architekt: Josef Franke (extern)
Konfession: römisch katholisch

2007 profaniert
2010 Nutzung der Kirche als eine von 52 sog. Kulturtankstellen im Kulturhauptstadtjahr 2010. (essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de) (extern)
Seit 2013 ist die Kirche Teil der Route der Industriekultur (extern), Themenroute Sakralbauten.
2015 Nutzung ungeklärt

Vom gleichen Architekten weitere umgenutzte Kirche, siehe auch Christus-Koenig-Kirche, Gladbeck Schultendorf

Quelle/ Info:
Web:
st-josef-ueckendorf.deHeilig-Kreuz-Kirche auf wikipedia.org
Lit.: Modellvorhaben Kirchenumnutzungen. Ideen – Konzepte – Verfahren. Sechzehn Beispiele aus Nordrhein-Westfalen. HG: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. 2010