Nürnberg, St. Martha

Bauzeit: 1356-1360
Standort: Königstr. 79
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

1526 im Zuge der Reformation erfolgt die Schließung sowie die profane Nutzung der Kirche.
1572 bis 1620 dient das Gebäude als Singschule und Versammlungsraum der ‚Nürnberger Meistersinger‘ sowie für Theateraufführungen.
Nach Verbot der Schauspielerei in der Kirche 1614 erfolgt die Sanierung der Kirche und schließlich 1627 die Wiedereinführung der gottesdienstlichen Nutzung.
Bereits im 16. Jh. hatten niederländische Kaufleute vor den Toren der Stadt ihren Gottesdienst abgehalten, dazu kamen die verfolgten niederländischen Calvinisten, welche seit dem 17. Jh. auch in Bayern Schutz suchten.
Erst 1800 überläßt die Stadt den Calvinisten bzw. der reformierten Gemeinde schließlich St. Martha.
Eine ungarisch reformierte Gemeinde nutzt seit 1945 den Gemeindesaal, bis diese 1993 mit der reformierten Gemeinde fusioniert.
Im Juni 2014 brennt die Kirche samt Dachstuhl völlig aus.(2)
Nach ihrem Wiederaufbau soll die Kirche neben Gottesdiensten ebenfalls als Vesperkirche sowie als Konzertkirche dienen.(3)

Quellen:
(1) Geschichte der Kirche auf stmartha.de
(2) Millionenschaden nach Feuer in der St. Martha Kirche in Nürnberg – Artikel auf infranken.de (05.06.2014)
(3) Ausgebrannte St.-Martha-Kirche: Nutzung als Vesperkirche angedacht – Artikel auf infranken.de (27.03.2015)
Info:
St. Martha auf nuernberg.bayern-online.de

Esslingen a. Neckar, Augustinerkloster

Bauzeit: 1481 (Augustiner-Eremiten seit 1282 in Esslingen)
1526 erster ev. Pfarrer in Esslingen
1531 Beitritt Esslingens in den Schmalkaldischen Bund der Protestanten
1532 Bildersturm, Zerstörung der Innenausstattung der Kirchen
Schließung des Klosters im Zuge der Reformation. Michael Stifel (1511 Priesterweihe im besagtem Kloster), Reformator floh 1522 nach Frankfurt am Main.
1548 Wiedereinführung der kath. Messe
1550 das Kloster wird als städt. Zeughaus genutzt
1551 Wiedereinführung des ev. Gottesdienstes

1688ff Pfälzischer Erbfolgekrieg führt u.a. zur Plünderung des Klosters durch französische Truppen
1701 Stadtbrand, Stadtviertel, einschließlich Rathaus und Augustinerkloster, werden komplett verwüstet.
1705 Abbruch des gesamten Klosters, einziges Überbleibsel: Brunnen an der Augustinerstraße, gespeist durch die Maienwalterquelle.

Fundort: Dehio Süddeutschland 1920, Baden-Württemberg 1964
INfo: ‚Aufbrüche und Abbrüche am Beispiel der Augustiner-Eremiten‘ Stadtführung mit Cityseelsorger Michael Schindler