Berlin, St. Agnes

Bauzeit: 1965-66 als Teil eines Gemeindezentrums
Standort: Alexandrinenstraße
Architekt: Werner Düttmann
Kofession: römisch katholisch

Mit Gemeindefusion der Gemeinden St. Bonifatius und St. Johannes wurde St. Agnes aufgegeben und profaniert. Von 2005-2012 erfolgte die Vermietung an das freikirchliche Missionswerk „Cross Continental Missions“. Das Gemeindezentrum wurde als Gästehaus genutzt und an einen kommerziellen Betreiber untervermietet. In diesen Jahren stand die Kirche als sogenannte City-Kirche für Gottesdienste offen.

2012 kauft das Bistum Berlin die Kirche durch die neugegründete St. Agnes-Immobilien-und-Verwaltungsgesellschaft mbH und verpachtet das Gebäude, nach Sanierung und Umbau im Inneren an den Galeristen Johann König für 99 Jahre Erbpacht.

Der Einbau des Architekten Brandelhuber+ zollt den Anforderungen der Kirche als Denkmal Respekt. Ein im Kirchenschiff von 20 Säulen getragendes Tableau bildet zwischendeckenartig den heutigen Grund der Galerie. Hier wie andernorts wird die originäre Bausubstanz nicht beeinträchtigt und ein potenzieller Rückbau bleibt möglich.

Info/ Quelle:
– Galerie Koenig koeniggalerie.com
St. Agnes-Immobilien-und-Verwaltungsgesellschaft
www.st-agnes.net

St. Agnes auf brandlhuber.com

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Köln Zündorf, St. Joseph

Bauzeit: 1887–89
Standort: Gütergasse 33
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Augustiner Cellitinnin

1973 erfolgt der Verkauf der Kapelle. Zunächst wurde der Abbruch der Kapelle empfohlen, jedoch konnte dies durch den Einsatz des 1987 gegründeten „Kulturverein Zündorfer Klosterkapelle“ verhindert werden. Gründungsmitglied und Besitzer der Kapelle war Wolfgang Erdle, dessen Sohn, Phillip Erdle erbt diese nach seinem Tod 2001.
Die Kapelle fungiert bis heute als Veranstaltungsort und Galerie.

Info/ Quelle
klosterkapelle.de
Foto St. Joseph auf wikipedia.org

Moringen (nw Göttingen), Martinikirche

Bauzeit: 12/13 Jh.
Standort: Breitsteinstraße

16 – 18. Jh. vermutlich immer wieder Jahrzehnte ungenutzt.
Seit 1850 kein Gottestienst, Kirche verfällt, seit 1800 wird sie im Zusammenhang mit den dortigen Beerdigungfeiern als ‚Totenkirche‘ bezeichnet.
1909 gab es Bestrebungen einer Bürgerinitiative die Kirche wiederzubeleben.
1914 Kirchengemeinde tritt die Kirche an die Stadt ab.
1915-1930 Umbau zur Turnhalle: Altar wird Umkleidekabine
1930 Einzug einer Abteilung des freiwilligen Arbeitsdienstes
1939-45 Kriegsgefangenen-Lager, später Holzlagerplatz. (siehe auch: KZ Gedenkstaette Moringen)
1950 Sanierung der Kirche für 100.000 DM. (Ohne Nutzungskonzept?)
bis in die 1970er bleibt die Kirche weitgehend ungenutzt.
1982 Verkauf der Kirche an Töpfer Uli Lampe, seither ist das Gebäude Wohnung, Atelier und Galerie zugleich.
2007 Abschied des Künstlers von der martinikirche.
seit 2007 Nutzerinnenwechsel: weiterhin Wohnung, zusätzlich auch Vermietung für Veranstaltungen.

Info:
die-martinikirche.de
martinikirche.de
Q:
Martinikirche auf wilfried-hartje.de
johann-ahrends.de/…/so-ein-tag-northeim

Borken, Heilig-Geist-Kirche

Bauzeit: Ende 14. Jh. (norddeutscher Backsteingotik)
Standort: Heilig-Geist-Straße 12
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Spitalkirche

HeilGeistBor.JPG
„HeilGeistBor“ von NetzheringEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

1762 (Siebenjährigen Krieg) Magazin
1779 von preußische Truppen genutzt
1809 Magazin durch französische Truppen.
Im 19. Jh. Erwägungen verschiedener Nutzungen: Armenhaus, Turnhalle
1945 „Feuerwehrhaus“ als Lager für Brandspritzen und Löschgeräte genutzt, im Volksmund „Brandkiärke“.genannt.
1950er Wiederherstellung und Nutzung als Ratssaal (1953 Neubau Rathaus am Markt)
1966-1986 Nutzung des Untergeschoß als Stadtmuseum (hl.Geist Kirche seit 1987 im Gesamtkonzept als Teil des Stadtmuseums im alten Rathaus integriert)
Heutige Nutzung: Im Erdgeschoss befinden sich der Verkaufs- und Werkstatträume einer Kunstgalerie. Das OG ist Teil des Stadtmuseums.

Quelle/Info:
Spital zum Heiligen Geist auf wiki-de.genealogy.net
galerie-kranenburg.de

Hürth-Kalscheuren, St. Ursula

Bauzeit: 1954-56
Architekt: Gottfried Böhm
Standort: Hans-Böckler-Straße 170, sw von Köln

2003 Gemeindefusion
Juni 2006 profaniert, Verkauf an die Bernd Reiter Gruppe: Entstehung eines Wohnviertels, dem sogenannten ‚Carrée Campanile‘
Herbst 2010 weiterverkauf der Kirche an die Jablonka Galerie, sogenannte ‚Böhm Chapel‘ wird als Ausstellungsraum genutzt

Info: Jablonka Galerie
– Jablonka Galerie unterstützt durch die Stiftung ‚Cit Art Foundation‘
Stiftungsaufsicht: Bezirksregierung Köln
Stiftungsart: Gemeinnützig
Stiftungszweck/e: Kunst
Anerkennungsdatum: 15.12.2003
Stiftungsvertretung, Stiftungsorgan: Vorstand; Vertretung: Rafael Jablonka (Alleinberechtigung – beachte § 12 Abs. 3 StiftG NRW ! -)

Lit.: Albert Gerhards: St. Ursula in Hürth-Kalscheuren: Pfarrkirche- Profanierung- Umnutzung. Fakten und Fragen