Moringen (nw Göttingen), Martinikirche

Bauzeit: 12/13 Jh.
Standort: Breitsteinstraße

16 – 18. Jh. vermutlich immer wieder Jahrzehnte ungenutzt.
Seit 1850 kein Gottestienst, Kirche verfällt, seit 1800 wird sie im Zusammenhang mit den dortigen Beerdigungfeiern als ‚Totenkirche‘ bezeichnet.
1909 gab es Bestrebungen einer Bürgerinitiative die Kirche wiederzubeleben.
1914 Kirchengemeinde tritt die Kirche an die Stadt ab.
1915-1930 Umbau zur Turnhalle: Altar wird Umkleidekabine
1930 Einzug einer Abteilung des freiwilligen Arbeitsdienstes
1939-45 Kriegsgefangenen-Lager, später Holzlagerplatz. (siehe auch: KZ Gedenkstaette Moringen)
1950 Sanierung der Kirche für 100.000 DM. (Ohne Nutzungskonzept?)
bis in die 1970er bleibt die Kirche weitgehend ungenutzt.
1982 Verkauf der Kirche an Töpfer Uli Lampe, seither ist das Gebäude Wohnung, Atelier und Galerie zugleich.
2007 Abschied des Künstlers von der martinikirche.
seit 2007 Nutzerinnenwechsel: weiterhin Wohnung, zusätzlich auch Vermietung für Veranstaltungen.

Info:
die-martinikirche.de
martinikirche.de
Q:
Martinikirche auf wilfried-hartje.de
johann-ahrends.de/…/so-ein-tag-northeim

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Borken, Heilig-Geist-Kirche

Bauzeit: Ende 14. Jh. (norddeutscher Backsteingotik)
Standort: Heilig-Geist-Straße 12
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Spitalkirche

HeilGeistBor.JPG
„HeilGeistBor“ von NetzheringEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

1762 (Siebenjährigen Krieg) Magazin
1779 von preußische Truppen genutzt
1809 Magazin durch französische Truppen.
Im 19. Jh. Erwägungen verschiedener Nutzungen: Armenhaus, Turnhalle
1945 „Feuerwehrhaus“ als Lager für Brandspritzen und Löschgeräte genutzt, im Volksmund „Brandkiärke“.genannt.
1950er Wiederherstellung und Nutzung als Ratssaal (1953 Neubau Rathaus am Markt)
1966-1986 Nutzung des Untergeschoß als Stadtmuseum (hl.Geist Kirche seit 1987 im Gesamtkonzept als Teil des Stadtmuseums im alten Rathaus integriert)
Heutige Nutzung: Im Erdgeschoss befinden sich der Verkaufs- und Werkstatträume einer Kunstgalerie. Das OG ist Teil des Stadtmuseums.

Quelle/Info:
Spital zum Heiligen Geist auf wiki-de.genealogy.net
galerie-kranenburg.de

Hürth-Kalscheuren, St. Ursula

Bauzeit: 1954-56
Architekt: Gottfried Böhm
Standort: Hans-Böckler-Straße 170, sw von Köln

2003 Gemeindefusion
Juni 2006 profaniert, Verkauf an die Bernd Reiter Gruppe: Entstehung eines Wohnviertels, dem sogenannten ‚Carrée Campanile‘
Herbst 2010 weiterverkauf der Kirche an die Jablonka Galerie, sogenannte ‚Böhm Chapel‘ wird als Ausstellungsraum genutzt

Info: Jablonka Galerie
– Jablonka Galerie unterstützt durch die Stiftung ‚Cit Art Foundation‘
Stiftungsaufsicht: Bezirksregierung Köln
Stiftungsart: Gemeinnützig
Stiftungszweck/e: Kunst
Anerkennungsdatum: 15.12.2003
Stiftungsvertretung, Stiftungsorgan: Vorstand; Vertretung: Rafael Jablonka (Alleinberechtigung – beachte § 12 Abs. 3 StiftG NRW ! -)

Lit.: Albert Gerhards: St. Ursula in Hürth-Kalscheuren: Pfarrkirche- Profanierung- Umnutzung. Fakten und Fragen