Kempen (Kreis Viersen), Heilig Geist Kapelle

Bauzeit: nach 1400 als Hospitalkiche
Standort: Heiligen Geist Straße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Zwischen 1624 und 1631 nutzen Observanten des Franziskanerklosters die Kapelle als Gebetshaus.
1827 werden Abrisspläne vereitelt. Nach ihrer Profanierung im 19. Jahrhundert erfolgt diverse Nutzungen: Heulager, Gaststätte, nach 1918 Offizierskasino für belgische Besatzungssoldaten. Mit Umwandlung in eine Gaststätte, unterteilt eine Zwischendecke den Raum, im oberen Stockwerk befindet sich der Speisesaal. Auch ein Frisörsalon sowie später die Stadtbibliothek nutzen die Kapelle.

Seit 1990 dient das Gebäude über eine Dekate hinaus ihrem ursprünglichen gottesdienstlichen Nutzen, bis schließlich aufgrund fehlender finanzieller Mittel der Entschluß fällt, einen Verkaufsraum einer Versandhandlung für christliche Bücher einzurichten. Gleichzeitig sind auch in dieser Nutzungphase Veranstaltungen im Raum möglich. Der Umbau wird durch Gregor Dewey aus Viersen bis 2005 durchgeführt.

Seit 2012 ist die Kappelle abermals ungenutzt.

Info/ Quelle

Heilig Geist Kapelle auf wikipedia.org
600 Jahre Heilig Geist Kapelle. 11. Jan. 2011, rp-online.de

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Bielefeld, Martinikirche

Bauzeit: 1896-1897
Standort: Artur-Ladebeck-Str. 57
Architekten: Karl Siebold und Friedrich Gräbner
Konfession: evangelisch

1975 Verkauf an die griechisch-orthoxe Gemeinde
seit 1990er Planung zur Umnutzung
2004 Verkauf für einen symbolischen Euro an den Gastronom Achim Fiolka (Living Event GmbH)
2005 Eröffnung des Restaurants ‚Glück und Seeligkeit‘. Die Kernsanierung leitete der Architekt Heinrich Martin Bruns (Brunsarchitekten: Sanierung und Umbau).

Quelle/ Info:
glückundseligkeit.de
Martinikirche Bielefeld auf baunetzwissen.de

Limburg, Kapelle am Schafsberg (Friedhofskapelle)

Bauzeit: 1894-1896
Standort: Joseph-Heppel-Straße 1a
Architekt:
Konfession: katholisch (Friedhofskapelle)

Mit Neubau der Aussegnungskapelle 1976 wird die Friedhofskapelle obsolet.
Nach 32 Jahren Leerstand erfolgt ihr Umbau und seit 2007 bewirtschaften Dorothee und Andreas Strieder darin das Restaurant ‚Himmel und Erde‘.

Fundort und Info:
die Kapelle auf wiesbadener-tagblatt.de
– direkt auf die Restaurantseite: kapelle-himmelunderde.de

Hannoversch Münden, St. Ägidius

Bauzeit: 1684 (Vorgängerbau 13./14. Jh.)
Standort: Aegidiiplatz

seit 1542 protestantisch
1733 Beginn des regelmäßigen Gottesdienstes
seit 19 Jh. Garnisonskirche
1970 Nach Neubau eines Gemeindezentrums Kirche redundant
2006 entwidmet, Rückgabe an die Stadt
2008 Verkauf der Kirche an Bernd Demandt
2010 Eröffnung des Cafè Ägidius

Info: Cafè Ägidius

Willingen-Upland, evangelische Kirche

Bauzeit: 16. Jh. / Neubau 1852
Standort: Alte Kirchstraße 10 // Willingen Skisprungort (größte Skisprungschanze der Welt, 1951 )

um 1500 kath. Kirche ‚Unserer Lieben Frauen‘ Erbauer Volpert von Beringhausen / vermutlich ein Fachwerkbau
1529 mit Einführung der Reformation evanglische Kirche
1847 durch Brand zerstört
1852 Weihe des Neubaus, bis ins 19 Jh. wurde die Kirche nur selten genutzt, da die Kirche in Usseln Predigtkirche war.
1947 wurde Willingen zur eigenstädigen Pfarrgemeinde
1952 Umbau der Kirche zur Weltmissionskonferenz
1969 Mit Bau einer Neuen Kirche 1965-1969, alte Kirche an Willinger Fritz Kesper verkauft, Nutzung als sog. Waldmuseum. Wegen Unrentabilität nach 20 Jahren geschlossen.
1990 Verkauf an die Familie Bernd Nackas, seit über 30 Jahren Nutzung als Restaurant ‚Don Camillo‘

Info: don-camillo-willingen.de
Q: Die alte evangelische Kirche in Willingen, gesammelt und aufgeschrieben von Ortrud Thiel
PDF auf kirchengemeinde-willingen.de

Düsseldorf, Ev. Johanniskirche

Bauzeit: 1875-81 (größte ev. Kirche der Stadt: 1600 Sitzplätze)
Standort: Martin-Luther-Platz
Architekten: Walter Kyllmann und Adolf Heyden

1943 zerstört
1950er Wiederaufbau mit Verkürzung des Kirchenschiffs: Westjoch in sechs Geschosse zur Einrichtung eines Gemeindezentrums unterteilt. Nutzung des Kirchenraums für Gottesdienste und Konzerte.
1997 Einbau eines Cafés im Foyer (Design Axel Kufus, Berlin)
2008 Umbau und Sanierung im Inneren: Rückbau der Emporen.

Fundort: Kriegsschicksale deutscher Architektur, Bd. 1, 1987
Info: http://www.johanneskirche.org/

Hamburg-Eimsbüttel, Stephanuskirche

Bauzeit: 1912, Gemeinderäume 1926
Standort: Lutterothstraße
Architekt: Distel und Grubitz
konfession: ursp. freie evengelische Gemeinde

1945ff Neugründung der selbstständigen Gemeinde,
1950er Wiederaufbau des Ensembles
1998 Gemeindefusion der 4 evangelischen Gemeinden in Eimsbüttel: Apostel-, Christus-, Bethlehem-, Stephanus-Gemeinde. Die Kirchen der letztgenannten Gemeinden wurden aufgegeben (siehe auch Bethlehemskirche Eimsbüttel)
2005 Profanierung von St. Stephanus. Zwischenzeitliche Planungen: Restaurant (Tim Mälzer), Mehr-Generationen-Haus.
2008/9 Verkauf des gesamten Gemeindezentrums an den Immobilienkaufmann Torsten Reim
2009/2010 Modernisierung durch den Architekten Rainald Mülhens.
April 2010 Eröffnung. Die Kirche wird zur Event-Galerie für bis zu 200 Gäste: Einbau einer Stahlempore, Böden Eichenholzparkett, Küchen- + Sanitärräume, Glasschiebewände; Nutzung des Pastorats als Elementarkindergarten und Kinderkrippe; Einmal pro Woche Einrichtung einer Suppenküche.
2010-2012 u.a. Nutzung durch der evangelischen Projektgemeinde ‚jesusfriends‘ für Gottesdienste.
seit July 2012 ist die Stephanuskirche Standort der Agentur elbdudler GmbH

Info:
– St. Stephanus. Von der Kirche zum Café, abendblatt.de 30. März 2010
Stephanus auf wikipedia