Kassel, Lutherkirche

Bauzeit: 1897
Standort: Lutherplatz
Architekt: Hugo Schneider
Konfession: evangelisch

1943 durch Bombadierung bis auf die Grandmauern zerstört.
1949 Einbau einer Notkirche
1966 Wettbewerbs zur Neugestaltung der Lutherkirche entschieden: Abbruch des Langhauses sowie Neubau von Kirche und Gemeidehaus (Entwurf: Heinz Rall).
1997 Gründung des Förderverein Lutherkirchturm Kassel e. V., sowie Sanierung des neogotischen Kirchtums und 2003 Einrichtung eines Cafés.
2012 endet die Nutzung der Lutherkirche als Gemeindekirche.
Seit 2013 nach Umbau des Gemeindehauses für 1,5 Millionen Euro, dient dieses zukünftig als Geschäftsstelle der Diakoniestationen und als Seniorenreferat der Kirche.
Seit Oktober 2013 nutzt die CROSS Jugendkulturkirche Kassel, eine Einrichtung des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel die Lutherkirche.

Info/ Quelle:
Lutherkirche auf wikipedia.org)
jugendkulturkirche-kassel.de

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Kassel, Garnisonskirche

Bauzeit: 1770
Standort: An der Garnisonskirche
Architekt:
Konfession: evangelisch-reformiert

1807–1813 Während der Zeit des Königreichs Westphalen wurde die Kirche als Fouragemagazin verwendet. Die Einrichtungsgegenstände wurden auf andere Gemeinden verteilt oder ausgelagert.

Da unter Jérôme Bonaparte das Kasseler Stadtschloss samt Schlosskapelle im Jahre 1811 abgebrannt war, nutzte man die Kirche auch als Hofkapelle Kurhessens.

Die Ruine wurde nicht wiederhergestellt. Die Außenmauern waren noch im vollen Umfang erhalten und wurden nach 1955 bis auf das Sockelgeschoss abgetragen. 1987 integrierte der Künstler Tadashi Kawamata die Ruine in seinen Beitrag zur documenta 8. Viele Jahre machten sich Gewerbebetriebe die Ruine zu nutze.
Inzwischen hat sich in der Ruine eine Gastronomie (il-convento.com )angesiedelt.

Info/ Quelle:
Garnisonskirche auf wikipedia.org
– Foto der Ruine 

Lit.: Alois Holtmeyer: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel, Bd. VI. Marburg, 1923

London (UK), Welsh Presbyterian church

Bauzeit: 1888
Standort: 136 Shaftesbury Avenue
Architekt: James Cubitt
Konfession: presbyterianisch

Nach 15 Jahren Leerstand, eröffnet 1985 „the Limelight“. Wie das legendäre New Yorker limelight (ebenfalls eine umgenutzte Kirche) wird auch das Londoner zwei Jahre später von Peter Gatien gegründet. Gäste sind unter zahlreichen Prominenten Boy George and Duran Duran.
2003 erfolgt die Umnutzung zur Sportbar „the Walkabout“, einer australischen Gastronomiekette.
In der Folgezeit bleibt das Gebäude ungenutz und wird zeitweilig besetzt.
2011 erwirbt ein anonymer Käufer die Kirche für 8.25 millionen Pfund, mit der Absicht, das Gebäude als Performance art Bühne unter der Ägide der Wohltätigkeits-Gesellschaft „Stone Nest“ zu nutzen.
Derzeit (2018) wird die Kirche über die Eventplattform locationhouse.co.uk als Veranstaltungsort genutzt und firmiert im Angebot unter „The Welsh Chapel“.

KInfo/ Quelle:
stonenest.org
The welsh chapel auf locationhouse.co.uk

Kempen (Kreis Viersen), Heilig Geist Kapelle

Bauzeit: nach 1400 als Hospitalkiche
Standort: Heiligen Geist Straße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Zwischen 1624 und 1631 nutzen Observanten des Franziskanerklosters die Kapelle als Gebetshaus.
1827 werden Abrisspläne vereitelt. Nach ihrer Profanierung im 19. Jahrhundert erfolgt diverse Nutzungen: Heulager, Gaststätte, nach 1918 Offizierskasino für belgische Besatzungssoldaten. Mit Umwandlung in eine Gaststätte, unterteilt eine Zwischendecke den Raum, im oberen Stockwerk befindet sich der Speisesaal. Auch ein Frisörsalon sowie später die Stadtbibliothek nutzen die Kapelle.

Seit 1990 dient das Gebäude über eine Dekate hinaus ihrem ursprünglichen gottesdienstlichen Nutzen, bis schließlich aufgrund fehlender finanzieller Mittel der Entschluß fällt, einen Verkaufsraum einer Versandhandlung für christliche Bücher einzurichten. Gleichzeitig sind auch in dieser Nutzungphase Veranstaltungen im Raum möglich. Der Umbau wird durch Gregor Dewey aus Viersen bis 2005 durchgeführt.

Seit 2012 ist die Kappelle abermals ungenutzt.

Info/ Quelle

Heilig Geist Kapelle auf wikipedia.org
600 Jahre Heilig Geist Kapelle. 11. Jan. 2011, rp-online.de

Bielefeld, Martinikirche

Bauzeit: 1896-1897
Standort: Artur-Ladebeck-Str. 57
Architekten: Karl Siebold und Friedrich Gräbner
Konfession: evangelisch

1975 Verkauf an die griechisch-orthoxe Gemeinde
seit 1990er Planung zur Umnutzung
2004 Verkauf für einen symbolischen Euro an den Gastronom Achim Fiolka (Living Event GmbH)
2005 Eröffnung des Restaurants ‚Glück und Seeligkeit‘. Die Kernsanierung leitete der Architekt Heinrich Martin Bruns (Brunsarchitekten: Sanierung und Umbau).

Quelle/ Info:
glückundseligkeit.de
Martinikirche Bielefeld auf baunetzwissen.de

Limburg, Kapelle am Schafsberg (Friedhofskapelle)

Bauzeit: 1894-1896
Standort: Joseph-Heppel-Straße 1a
Architekt:
Konfession: katholisch (Friedhofskapelle)

Mit Neubau der Aussegnungskapelle 1976 wird die Friedhofskapelle obsolet.
Nach 32 Jahren Leerstand erfolgt ihr Umbau und seit 2007 bewirtschaften Dorothee und Andreas Strieder darin das Restaurant ‚Himmel und Erde‘.

Fundort und Info:
die Kapelle auf wiesbadener-tagblatt.de
– direkt auf die Restaurantseite: kapelle-himmelunderde.de

Hannoversch Münden, St. Ägidius

Bauzeit: 1684 (Vorgängerbau 13./14. Jh.)
Standort: Aegidiiplatz

seit 1542 protestantisch
1733 Beginn des regelmäßigen Gottesdienstes
seit 19 Jh. Garnisonskirche
1970 Nach Neubau eines Gemeindezentrums Kirche redundant
2006 entwidmet, Rückgabe an die Stadt
2008 Verkauf der Kirche an Bernd Demandt
2010 Eröffnung des Cafè Ägidius

Info: Cafè Ägidius