New York City (USA), Holy Communion Episcopal Church

Bauzeit: 1844-1846 (Gothic Revival style, brownstone building)
Standort: 656-662 Avenue of the Americas at West 20th Street
Architekt: Richard Upjohn
Konfession: Episcopal Church of the Holy Communion

Nach Gemeindefusion wurde das Gebäude zunächst an die Lindisfarne Association’s vermietet. Die Kirche diente von 1976 bis 1979 als Kulturzentrum. Mit Auflösung des Standortes erfolgte die Rückgabe an die Gemeinde, die vermutlich um 1980 die Kirche an das Drogen Rehabilitationscenter „Odyssey House“ verkaufte, welches nach nur kurzer Zeit abermals die Kirche verkauft.
1983 eröffnet „The Limelight“, legendärer danceclub des damaligen „King of New York Clubs“ – Peter Gatien (*1952). Gatien war ebenfalls Betreiber des gleichnahmigen Londoner Clubs, auch hier eine umgenutze Kirche, sowie zahlreicher Clubs gleichen Namens in anderen US amerikanischen Städten.
Bis Ende der 1990er Jahre war die Kirche Ort für extravagante Parties unter der New Yorker Prominenz, bis sie zunehmend als Drogenumschlagplatz in die Schlagzeilen kam. Eine Verurteilung des Mordes von Gatiens Partner, Michael Alig, führte schließlich zum Aus des Limelight.
Die Kirche diente in diesen Dekaden ebenso also Filmkulisse (Basic instinct sowie Serien).

2003 eröffnet abermals ein Club namens Avalon, bis die Clubära schließlich 2007 zum erliegen kommt.
Im Mai 2010 beginnt, mit Einrichtung von 60 Verkaufsständen in der Kirche, eine vier Jahre dauernde Nutzung als Markthalle „Limelight Marketplace“.
2014 beginnt die bis heute währende Nutzung als Fitnessstudio „David Barton Gym“. Im Juni 2017, nach Insolvenz erfolgt eine Wiedereröffnung des Fitnessstudios „Limelight Fitness“.

Info/ Quelle:
The Limelight auf en.m.wikipedia.org
Church of Holy communion auf en.m.wikipedia.org
– 2011 enstand eine Dokumentation über das Limelight der 1980er und 1990er Jahre.

Advertisements

St. Gallen (CH), St. Leonhard

Bauzeit: 1887
Standort: Burgstrasse 8 – https://goo.gl/maps/jeYvi9iWVVT2
Architekt: Johannes Vollmer
Konfession: evangelisch

1995 erfolgt die Schließung der Kirche.
1997 beginnt das ökumenische Projekt ‚Offene Kirche St. Leonhard‘.
2004 Verkauf an den Architekten Giovanni Cerfeda (Winterthur). Eines der ersten Gotteshäuser der Schweiz, die an eine Privatperson verkauft wurden, seither ist die Kirche ungenutzt. Pläne von Seiten des Architekten zur Einrichtung eines Event- und Kulturzentrum wurden bis heute nicht umgesetzt, bzw. von offizieller Seite abgelehnt.
2017 Auf dem zweiten Schweizer Kirchenbautag im August wird die Handhabung im Falle St. Leonhards in die Kritik genommen. (1)

Info / Quellen:
– (1) St. Leonhardskirche ist ein unrühmliches Beispiel (21.09.2017) tagblatt.ch
Fotos von St Leonhard auf memoria.sg
St. Leonhard auf wikipedia.org
Webseite des Schweizer Kirchenbautags

Selters (Taunus), alte Kirche

Bauzeit: 1717-19
Standort: Alois-Born-Str. 22
Architekt:
Konfession: katholisch

Mit Neubau eines Nachfolgebaus 1908-9 wird die ‚alte Kirche‘ osolet.
1982 ist im Dehio Hessen ‚jetzt ungenutzt und verwahrlost‘, zeitweilig existieren auch, wie auf der Webseite des hessischen Denkmalpflege zu lesen, Pläne, die Kirche als Museum zu nutzen.
1990 wird die Kirche vermutlich nach Jahrzehnte langem Leerstand sowie Vernachlässigung saniert und zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum ‚alte Kirche‘ umgewandelt.

Fundort: Dehio: Hessen, 1982
Info: alte Kirche auf wikipedia.de
Quelle: zur Museumsnutzung siehe denkxweb.denkmalpflege-hessen.de

Wuppertal Barmen-Gemarke, Immanuelskirche

Bauzeit: 1867 reformierte Kirche (1300 Sitzplätze)
Standort: Sternstraße – von-Eynern-Straße – Normannenstraße
Architekt: Ernst Heinrich Glüer

1934 Co-Verfasser der ‚Barmer theologischen Erklärung‘ der Bekennenden Kirche war Harmannus Obendiek (1894-1954), damals Pfarrer der Immanuelsgemeinde.

1981 Zusammenlegung der reformierten und lutherischen Gemeinden (siehe auch alte Kirche Wupperfeld) sowie Trinitatiskirche. In den Folgejahren Gründung des Trägervereins Immanuelskirche e.V. (bekanntestes Mitglied Johannes Rau)
1983/84 Umbau in einen Veranstaltung- und Konzertsaal (700 Sitzplätze) nach Plänen des Architekten Horst Dieter Lang (Wuppertal). Eröffnung mit der Ausstellung „Barmen 1934 bis 1984“.

Q/ Info:
immanuelskirche.de
Immanuelskirche auf Wikipedia.de

Duisburg, Liebfrauenkirche

Bauzeit: 1958 (Ersatz für kriegszerstörte Kirche von 1896)
Standort: Landfermannstraße 3
Architekt: Toni Hermanns

2003 Schließung
2011 Übertragung an die Stiftung Brennender Dornbusch (2007 gegr.)
2012 Planungen zum Umbau in Veranstaltungs- und Kulturzentrum im Zeichen des interreligiösen Dialogs; 886.000 Euro Fördermittel durch das Land NRW, 750 000 Euro Bistum Essen; Zustiftung von 1,75 Mio durch Unternehmer Wilhelm Fasel (†); Umbau durch Hannes Hermanns

Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebfrauenkirche_(Duisburg)
http://www.derwesten.de