Münster, Johanniter Kommende

Bauzeit: gotisch
Standort: Breul 43
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

1810 wurde die Münsteraner Johanniterkommende aufgehoben – Profanierung der Kapelle.
nach 1811 nördliche Hälfte Tabaklager, südliche Gemüse- und Heulager, Gewächshaus einer Gärtnerei.
Von 1929 bis 1931 Vermietung der Kirche an die Künstlergemeinschaft ‚Schanze‘ als ‚Städtische Kunststuben‘.
Anfang 1932 entsteht im OG ein städtisches Museum zu Ehren dreier bedeutender ‚Münsteranerinnen‘, das sog. Drei-Frauen-Museum: Annette von Droste-Hülshoff (1797?1848), Fürstin Amalie von Gallitzin (1748?1806), Bildhauerin Elisabet Ney.
Nach 1936/38 Auflösung der Ausstellung und Nutzung als Wohnhaus.(1)
Im 2. Weltkrieg zerstört.
Seit 1948 evangelische Gottesdienst.
Heute Filialkirche und ökumenischer Treffpunkt der Apostelgemeinde (extern).
Quelle/ Info:
Lit.:
– (1) Kriegsschicksale deutscher Architektur, 1987
– Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen. Bd. 41. Die Stadt Münster, Bd. 6: Die Kirchen und Kapellen der Stadt ausser dem Dom. Geisberg, Max. – Münster (1941)
Web:
Johannes Kapelle auf wikipedia.org
Das Elisabet-Ney-Zimmer (24. April 2014) auf blog.stadtmuseum-muenster.de

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Münster, Apostelkirche

Bauzeit: 13. Jh. (got. Hallenkirche: ältester Bau dieses Typs in Westfalen)
Standort: An der Apostelkirche
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Minoriten

Mit Säkularisierung 1803 des Klosters wird die Anlage zur preußischen Kaserne umgebaut. Eine eingezogene Trennwand separiert den Chor vom Hauptraum ab, zudem wird im Chor mit einbau von Zwischendecken Wohnraum geschaffen.
1806-13 während der napoleonischen Zeit Münsters erfolgt die gänzliche Nutzung der Kirche als Lagerraum.
1822 kommt es zur Sanierung bzw. Wiederherstellung der Kirche durch Karl Friedrich Schinkel für die gottesdienstliche Nutzung als Garnisonskirche.
1840 übernimmt schließlich die evangelische Zivilgemeinde die Kirche, welche diese bis heute nutzt. Auch Militärgottesdienste finden nachwievor dort statt.

Quelle/ Info:
– Detaillreiche Beschreibung zur Geschichte der Apostelkirche auf apostelkirchengemeinde-muenster.de

Limburg, St.-Johannes-Kapelle

Bauzeit: 1322/24
Standort:
Architekt:
Konfession: katholisch (Zisterzienser)

1802 dient die Kapelle zunächst als Salzmagazin und Getreidespeicher, ab 1822 als Lager für Selterswasser.
Ab 1831 wird der evangelisch-unierten Gemeinde die Kapelle überlassen, bis zu ihrem Umzug in den Neubau von 1867. Nutzungsnachfolgerin ist die jüdische Gemeinde, welche die Kapelle als Synagoge nutzt.
Seit 1903 richtet das Landratsamt ein Aktenlager in der Kapelle ein.
Ab 1948 findet, mit Einzug der Altlutheraner, wieder Gottesdienst in ihr statt.
2002 kaufen die Selbständigen Evangelisch-Lutherischen St. Johannes-Gemeinde (SELK) die Kapelle, von der Sie bis heute genutzt wird.

Fundort:
St.-Johannes-Kapelle auf Wikipedia

Info:
selk-limburg.de
– Lageplan und Fotos der Kapelle auf denkxweb.denkmalpflege-hessen.de

Halberstadt, französisch-reformierte Kirche

Bauzeit: 1717-18
Standort: Antoniusstraße
Architekt:
Konfession: französisch-reformiert

1818 erfolgt die Profanierung der Kirche. Infolge der Vereinigung der beiden reformierten Gemeinden war die französische Kirche obsolet geworden.
Die Kirche steht bis zu ihrem Verkauf leer und dient seit 1824 als Warenlager bzw. Magazin.
Seit Zerstörung im Zuge der Bombardierung Halberstadts, dient die Kirche bis heute als Mahnmal zum Gedenken an die verheerende Zerstörung der Stadt. 1967 wird die Ruine nach seinem Entwurf des Halberstädter Künstlers Walter Gemm als Gedenkstätte gestaltet.

Fundort: Dehio, LSA I, 2002
Info:
Franzosenkirche auf halberstadt.de
– u.a. mit Foto harzlife.de
– u.a. Walter Glemm auf roederhof.de

Bochum Linden , Kapelle der Augusta-Kranken-Anstalt

Bauzeit: 1950er?
Standort: Dr.-C.-Otto-Straße 27

vermutl. bereits seit den 1970er Jahren als Werkstatt und Lagerraum genutzt.
2012 Begegnungs-/ Seniorenzentrum

Fundort: lokalkompass.de Ehemalige Kapelle in Linden als Seniorenzentrum eröffnet (26.06.2012)

Moringen (nw Göttingen), Martinikirche

Bauzeit: 12/13 Jh.
Standort: Breitsteinstraße

16 – 18. Jh. vermutlich immer wieder Jahrzehnte ungenutzt.
Seit 1850 kein Gottestienst, Kirche verfällt, seit 1800 wird sie im Zusammenhang mit den dortigen Beerdigungfeiern als ‚Totenkirche‘ bezeichnet.
1909 gab es Bestrebungen einer Bürgerinitiative die Kirche wiederzubeleben.
1914 Kirchengemeinde tritt die Kirche an die Stadt ab.
1915-1930 Umbau zur Turnhalle: Altar wird Umkleidekabine
1930 Einzug einer Abteilung des freiwilligen Arbeitsdienstes
1939-45 Kriegsgefangenen-Lager, später Holzlagerplatz. (siehe auch: KZ Gedenkstaette Moringen)
1950 Sanierung der Kirche für 100.000 DM. (Ohne Nutzungskonzept?)
bis in die 1970er bleibt die Kirche weitgehend ungenutzt.
1982 Verkauf der Kirche an Töpfer Uli Lampe, seither ist das Gebäude Wohnung, Atelier und Galerie zugleich.
2007 Abschied des Künstlers von der martinikirche.
seit 2007 Nutzerinnenwechsel: weiterhin Wohnung, zusätzlich auch Vermietung für Veranstaltungen.

Info:
die-martinikirche.de
martinikirche.de
Q:
Martinikirche auf wilfried-hartje.de
johann-ahrends.de/…/so-ein-tag-northeim

Kenzingen, Franziskanerkirche

Bauzeit: 1661
Ort: Eisenbahnstraße

19. Jh. Auflösung des Franziskanerklosters; Kirche als Getreidelager, später als städtisches Depot genutzt.
1890 Verpachtung des Kirchenschiffs an die evangelische Gemeinde. Abtrennung des Chorraums durch Trennwand. Chor als Spitalkapelle genutzt.

Info: http://www.evangelische-kirchengemeinde-kenzingen.de/ (ausführliche Chronik)