Köln, St.Jakob

Bauzeit: 11. Jh.
Standort: ehm. Neben St. Georg
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Chorherrenstift

1803 Nutzung als Magazin. Pfarrgottesdienste finden für kurze Zeit in der Klosterkirche St. Maria Magdalena statt (gegenüber St. Severin), nach Abbruch der Kapelle 1805 wird die unmittelbar neben St. Jakob gelegene St. Georg Pfarrkirche der Gemeinde.
1809 erfolgt der Verkauf ser Kirche an die Stadt, welche umgehend zum Bau der Georgstraße das südliche Kirchenschiff beseitigt. Die übrigen Gebäudeteile bleiben noch einige Jahre als Kornspeicher erhalten, bis auch diese 1825 abgebrochen werden.

Info / Quelle
Colonia Romanica, Bd. 18, Köln 1913, St. Christoph, S.
92
St. Jacob auf wikipedia.org

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Braunschweig, St. Ägidien

Bauzeit: 1115 (1278 niedergebrant), Neubau 1278-1320-1478 (weihe)
Standort: Spohrplatz 12A
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Benediktinerkloster

1528 Nach Auflösung des Konvents und Konvertierung der Mönche zum Protestantismus, wird die Kirche lutherische Pfarrkirche.
1718, nach Umandlung in eine Barockkirche, zieht die Garnisonsgemeinde in das Gebäude ein.
1811 kommt es zur Stilllegung der Kirche und zur Versteigerung sämtlichen Inventars. Die Kirche inzwischen als Militärdepot und Magazin genutzt, dient seit 1836 als Konzertsaal, währent der Konvent inzwischen Gefängniss geworden ist (bis 1885).
Eine grundlegende Neunutzung besteht seit 1902, in dem
Kloster und Kirche als Ausstellungsraum des „Vaterländischen Museums für Braunschweigische Landesgeschichte“, des späteren Braunschweigischen Landesmuseums, dienen.

Nach über 130 Jahren profaner Nutzung und Nach Zerstörung und Wiederaufbau zieht 1948 die katholische Nikolaikirchengemeinde, welche ihre Kirche im 2. Weltkrieg komplett verloren hatte, in die Kirche ein, so daß mit ihr erstmals seit der vorreformatorischen Zeit wieder katholischer Gottesdienst gefeiert wird.
1958 kommt es zum Verkauf der Kirche an die Diözese.

Letzte strukturelle Veränderunggen erfolgten Im November 2006 mit Eingemeindung der Pfarrgemeinde St. Christophorus (Rühme), St. Godehard (Zuckerberg), St. Joseph (Westliches Ringgebiet) und St. Laurentius (Nördliches Ringgebiet).

Info/ Quelle :
St. Ägidien auf wikipedia.org

Salzgitter Bad, Marienkirche / Vöppstädter Ruine

Bauzeit: 12. Jh. (erste Erwähnung)
Standort: wüst gefallener Ort Vöppstedt
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Zwischen 1481 und 1523 Zerstörung der Kirche, das dorf Vöppstädt viel zum Ende des 16 Jh. wüst
16. Jh. Wiederherstellung der Kirche als Totenkapelle und Entstehung eines umliegenen Friedhofs.
17. Jh. Erneuter Verfall der Kirche im dreißigjährigen Krieg.
1683 erfolgte einer abermalige Wiederherstllung.
1807 durch napoleonische Truppen als Magazin und Militärgefängnis genutzt.
19. Jh. Verfall zur Ruine

Fundort: Liste der Kirchen in Salzgitter auf wikipedia.org
Quelle/ Info:
Vöppstädter Ruine auf bad-salzgitter.de
Vöppstädter Ruine auf wikipedia.org

Göttingen, Barfüßerkirche

Bauzeit: 14. Jh.?
Standort: Wilhelmsplatz
Architekt:
Konfession: katholisch – Franziskaner dient das Kloster als Zeughaus.

Seit der Reformation bis in 18. Jahrhundert dient die Kirche als Zeughaus.
Mit Auflösung der Garnison 1762 steht die Kirche vermutlich leer. 1765 geht dies aus der Anfrage der katholischen Gemeinde an den Magistrat hervor, welche die Kirche für ihren Gemeindegottesdienst Nutzung möchte.(1) Dies wird abschlägig beschieden.
Seit den 1780er wird die Kirche als Theatersaal genutzt, auch die Nutzung als Büchermagazin wird erwähnt (2). Karl Friedrich Abt Spielte hier mit seinem Wandertheater ‚Emilia Galotti‘ von Lessing und Schillers ‚die Räuber‘.
1820 verkauft der Magistrat die Kirche an den Bauunternehmer Rohn, welcher 1824 mit Abbruch der Kirche für ein Ball- und Konzerthaus platz schafft (1887 brennt dieses Gebäude ab).

Barfüßeraltar (größter erhaltener gotischer Altar in Niedersachsen) heute im Niedersächsischen Landesmuseum

Fundort: Dehio, HB+NDS 1977
Info:
Bafüßerkirche auf katholische-kirche-goettingen.de
Karl Friedrich Abt auf wikipedia.de
_____
Fn:
(1) Göttingen, Geschichte einer Universitätsstadt. Bd. 2, hrsg. von Dietrich Denecke, S.594
(2) Chr. Meiners: Kurze Geschichte und Beschreibung der Stadt Göttingen und der umliegenden Gegend. Berlin 1801

Limburg, St.-Johannes-Kapelle

Bauzeit: 1322/24
Standort:
Architekt:
Konfession: katholisch (Zisterzienser)

1802 dient die Kapelle zunächst als Salzmagazin und Getreidespeicher, ab 1822 als Lager für Selterswasser.
Ab 1831 wird der evangelisch-unierten Gemeinde die Kapelle überlassen, bis zu ihrem Umzug in den Neubau von 1867. Nutzungsnachfolgerin ist die jüdische Gemeinde, welche die Kapelle als Synagoge nutzt.
Seit 1903 richtet das Landratsamt ein Aktenlager in der Kapelle ein.
Ab 1948 findet, mit Einzug der Altlutheraner, wieder Gottesdienst in ihr statt.
2002 kaufen die Selbständigen Evangelisch-Lutherischen St. Johannes-Gemeinde (SELK) die Kapelle, von der Sie bis heute genutzt wird.

Fundort:
St.-Johannes-Kapelle auf Wikipedia

Info:
selk-limburg.de
– Lageplan und Fotos der Kapelle auf denkxweb.denkmalpflege-hessen.de

Halberstadt, Paulskirche

Bauzeit: 13. Jh.
Standort: Paulsplan
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Augustiner Chorherrenstrift

Im 17. Jahrhundert wird das Gotteshaus zur Simultankirche für die protestantisch und katholische Gemeinde.
Mit Aufhebung des Stiftes 1812 erfolgt die annähernd hundertjährige Nutzung als Proviantmagazin für die Garnison sowie als Lazarett.
Nach einer umfassenden Sanierung 1908 steht die Kirche wieder für gottesdienstliche Nutzung zur Verfügung.
Infolge eines Bombenangriffs im zweiten Weltkrieg und ihrer Zerstörung kommt es 1969 zum Abbruch der bisdahin übriggebliebenen Ruine.

Info:
Paulskirche auf halberstadt.de
– Foto der Ruine – Paulskirche auf strassenkatalog.de

Halberstadt, französisch-reformierte Kirche

Bauzeit: 1717-18
Standort: Antoniusstraße
Architekt:
Konfession: französisch-reformiert

1818 erfolgt die Profanierung der Kirche. Infolge der Vereinigung der beiden reformierten Gemeinden war die französische Kirche obsolet geworden.
Die Kirche steht bis zu ihrem Verkauf leer und dient seit 1824 als Warenlager bzw. Magazin.
Seit Zerstörung im Zuge der Bombardierung Halberstadts, dient die Kirche bis heute als Mahnmal zum Gedenken an die verheerende Zerstörung der Stadt. 1967 wird die Ruine nach seinem Entwurf des Halberstädter Künstlers Walter Gemm als Gedenkstätte gestaltet.

Fundort: Dehio, LSA I, 2002
Info:
Franzosenkirche auf halberstadt.de
– u.a. mit Foto harzlife.de
– u.a. Walter Glemm auf roederhof.de

Esslingen a. Necker, St. Paul / Dominikanerkirche

Bauzeit: 1268 (älteste erhaltene Bettelordenskirche auf deutschem Boden)

1532 Auszug der Dominikaner
1552 Abbruch des Turms (Blitz)/
1664-1794 evangelischer Gottesdienst
Nach 1800 Profanierung der Kirche und Nutzung als Magazin, Kelter, Waaghaus
1828-1832 Schauplatz des Schwäbischen Liederfestes.
seit 1861 Verkauf der Kirche an die katholische Gemeinde

Fundort: Dehio Süddeutschland, 1920
Info:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sehenswürdigkeiten_der_Stadt_Esslingen_am_Neckar
http://de.wikipedia.org/wiki/Münster_St._Paul_(Esslingen_am_Neckar)
http://www.sanktpaul-esslingen.de/

Lübeck, Kapelle Maria zum Stegel

Bauzeit: 15. Jh. (Mengstraße/Schüsselbuden)

1529ff Jahrzehnten Nutzung als Leichenhaus
1640-1773 zunächst sechs Jahre Vermietung an den Buchhändler Lorenz Rauch, dann an verschiedene Buchhändler.
1791-1796 Nutzung durch Jürgen Ramm, Schreiber der Hamburger Post
1796ff Leerstand
1803-1804 als Lagerraum an Gewandschneider und Vorsteher von St. Marien Dietrich Stolterfoht vermietet.
1805 Lagerhaus (Vermauern der gotischen Fenster, zwei Zwischenböden, Einbau eines Erkers mit Kranwinde am Chordach)
1825-1836 Nutzung als Speicher durch Senator Conrad Platzmann.
bis 1855 Büro der Städtischen Brandkasse.
1855 dient seiher der Kirche als Lager für Baumaterialien.
1927 Buchhandlung sowie für Gemeindezwecke der St.-Marien-Gemeinde umgebaut.
1942ff Zerstörung, Ruine
1967 Abriss.
1970er Wiederaufbau des Granitsockel fünf Meter verschoben (an die Marienkirche)

Info:
http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_am_Stegel
http://www.hanseschiff-luebeck.de/Zeitpunkte/MariaStegel.html
Foto: http://www.luebeck-im-bild.de/Willkommen/Ubersicht/Luftbilder/luftbilder.html

Lübeck, Katharinenkirche

Bauzeit: 14. Jh. Franziskanerkirche

1531 Einrichtung einer Lateinschule dem Katharineum zu Lübeck, Kirche für Schulgottesdienste genutzt.
1806ff Kirche profaniert und als Pferdestall und Lazarett genutzt.
seit 1841 erste Sammlung mittelalterlicher Bildwerke im Hochchor
1848 ‚Sammlung Lübeckischer Kunstalterthümer‘ (ab 1915 Grundstock für die Abteilung Sakrale Kunst des Mittelalters im St.-Annen-Museum)
19. Jh. Kirchenschiff als Messen, Ausstellungen und Konzerte genutzt.
1926 Ausstellung: Lübeckische Kunst außerhalb Lübecks
1945 nach Wiederherstellung kurzzeitige gottesdienstliche Nutzung, zahlreiche kirchenmusikalische Aufführungen, bis heute auch Feiern und Musikveranst. durch Katharineum.
2. Hl. 20. Jh. Nutzung der Seitenkapelle im Unterchor durch die russisch-orthodoxe Gemeinde, bis heute als ‚Kirche des seligen Prokop‘ auch die griechisch-orthodoxe Gemeinde nutzte bes. Unterchor über viele Jahre.
Seit ca. 1980 Kirche verwaltet vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck
Seit 1980ern bis 2009 Nutzung durch Priesterbruderschaft, (Nutzungsvertrag 2009 durch die Stadt gekündigt)
seit 2006 Administration durch die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck.
Heute Kulturkirche.

Info:
http://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenkirche_(Lübeck)