Bochum Wiemelhausen, St. Albertus Magnus

Bauzeit: 1962–1964,
Standort: Königsallee 171
Architekt: Gottfried Böhm (Bauleitung)
Konfession: römisch katholisch

2008 Profanierung der Kirche
Seit Ende 2012 nutzt das ‚TheaterTotal‘ die Kirche als Aufführungsort.
2014 wird der ‚Raum der Zukunft‘, die umgebaute Kirche der Öffentlichkeit präsentiert.

Quelle/ Info:
Raum für Zukunft im Theater Total. Artikel am 09.10.2014 auf derwesten.de.
TheaterTotal.de

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Nürnberg, St. Martha

Bauzeit: 1356-1360
Standort: Königstr. 79
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

1526 im Zuge der Reformation erfolgt die Schließung sowie die profane Nutzung der Kirche.
1572 bis 1620 dient das Gebäude als Singschule und Versammlungsraum der ‚Nürnberger Meistersinger‘ sowie für Theateraufführungen.
Nach Verbot der Schauspielerei in der Kirche 1614 erfolgt die Sanierung der Kirche und schließlich 1627 die Wiedereinführung der gottesdienstlichen Nutzung.
Bereits im 16. Jh. hatten niederländische Kaufleute vor den Toren der Stadt ihren Gottesdienst abgehalten, dazu kamen die verfolgten niederländischen Calvinisten, welche seit dem 17. Jh. auch in Bayern Schutz suchten.
Erst 1800 überläßt die Stadt den Calvinisten bzw. der reformierten Gemeinde schließlich St. Martha.
Eine ungarisch reformierte Gemeinde nutzt seit 1945 den Gemeindesaal, bis diese 1993 mit der reformierten Gemeinde fusioniert.
Im Juni 2014 brennt die Kirche samt Dachstuhl völlig aus.(2)
Nach ihrem Wiederaufbau soll die Kirche neben Gottesdiensten ebenfalls als Vesperkirche sowie als Konzertkirche dienen.(3)

Quellen:
(1) Geschichte der Kirche auf stmartha.de
(2) Millionenschaden nach Feuer in der St. Martha Kirche in Nürnberg – Artikel auf infranken.de (05.06.2014)
(3) Ausgebrannte St.-Martha-Kirche: Nutzung als Vesperkirche angedacht – Artikel auf infranken.de (27.03.2015)
Info:
St. Martha auf nuernberg.bayern-online.de

Bad Eilsen, St. Johannes Evangelist

Bauzeit: 1963
Standort: Ringstraße 1 A
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

09.2009 Einstufung der Pfarrkirchen und Filialkirchen im Bistum Hildesheim, Kategorisierung: Die Kirche scheint für die Pastorale Entwicklung nicht unbedingt notwendig. Es liegen Gründe vor, ihre Schließung vorzusehen. Das Verfahren zur Profanierung der Kirche ist einzuleiten.
Mai 2010 Profanierung
Seit 2010 Verkauf, bis heute Nutzung durch die art & acting gmbh

Fundort: Liste der profanierten Kirchen im Bistum Hildesheim auf wikipedia.org
Info/ Quelle:
stmarien-bueckeburg.de
St. Johannes Evangelist auf wikipedia.de

Nörten-Hardenberg-Angerstein (LK Northeim), Zur göttlichen Vorsehung

Bauzeit: 1965-67
Standort: Plesseblick 25
Architekt: Tippkemper (Oelde)
Konfession: römisch katholisch

1963 beginnt der Bau der Siedlung Neu-Böseckendorf am Rand von Angerstein für die Bewohner aus Böseckendorf, von wo sich 1961 die größte Massenflucht über die innerdeutsche Grenze ereignet hatte.(1)
2003 erfolgt die Profanierung der Kirche, sowie ihre Übertragung an die Jugendinitiative Angerstein e.V (JiA), seither Nutzung als Jugendkulturzentrum u.a. für Kurse, Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen sowie für private Zwecke mietbar.

Fundort: Liste der profanierten Kirchen im Bistum Hildesheim auf wikipedia.org
Info/ Quelle:
Zur göttlichen Vorsehung auf wikipedia.org
– Website: Jugendinitiative Angerstein
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(1) Böseckendorf – Die Nacht, in der ein Dorf verschwand. auf wikipedia.org

Hildesheim, St. Paulus

Bauzeit: ca. 1480
Standort: Neue Str. 21
Architekt:
Konfession: römisch katholisch (Dominikaner)

1543-1806 evangelisch lutherisch, seitdem über 170 Jahre profan genutzt, bzw. ungenutzt.
1821 kauft die Hannoversche Klosterkammer die leer stehende Kirche von der Stadt und vermietet diese als Kornmagazin (1)
Bis 1870 dient die Kirche vorrübergehend als Exerzierhalle für das 79er Regiment, bis 1870 die Stadt das Gebäude zurückkauft.
1869, mit Gründung des Kulturvereins ‚Union‘ wir die Kirche in einen Festsaal umgewandelt und im Oktober 1870 als ‚Konzert- und Gesellschaftshaus‘ eingeweiht. Als Stadthalle dient das Gebäude bis zu seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg, und ist bis dahin der Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens Hildesheims.(1)
1954 kommt es zu Erwägungen, Stadtbücherei und Stadtarchiv in der Pauluskirche unterzubringen. Dipl.-Ing. Boysen liefert Entwürfe: … „nach dem das Erdgeschoss des Langschiffes die Ausleiheräume (Freihand) der Erwachsenen- und Jugendbücherei, der geräumige Chorraum im Untergeschoss den Lese- und Benutzersaal, darüber einen großen Vortrags- und Ausstellungsraum aufnehmen sollte. Der hohe Raum über dem Langschiff sollte durch Einziehen von mehreren Zwischenböden als Magazin ausgebaut werden, das groß genug war, die gesamten Bestände des Archivs und der Bibliothek aufzunehmen und noch viele Zugänge künftiger Jahre dazu. Die Diensträume für die Verwaltung sollten in einem modernen Anbau an der Paulinerstraße, einer stumpf verlaufenden Sackgasse, untergebracht werden.(2)
1956 erhält die Kongregation der Barmherzigen Schwestern durch einen Grundstückstausch mit der Stadt das unmittelbar an das Mutterhaus angrenzende Ruinengrundstück. Pläne zum Abbruch der Ruine werden aus denkmalpflegerischen Gründen von der Stadt abgelehnt. Die Kirche bleibt bis Ende der 1970er Jahre ungenutzt und verfällt.
1979-82 beginnen, mit Unterstützung der Stadt und des Landkreises Hildesheim, Umbautätigkeiten der Kirche zu einem Altenpflegeheim nebst Anbauten, wobei der Chor als katholische Kirche wiederbelebt wird. Die Arbeiten werden von dem Hildesheimer Architekten Franz Sommer ausgeführt.

Fundort:
– Dehio Bremen Niedersachsen, 1977/1992.
– Kunstdenkmale der Prov. Hannover 1911

Quelle/ Info:
– (1) Artikel zum 30 jährigen Jubiläum: Altenpflegeheim St. Paulus Jahre zeitgemäße Pflege hinter historischer Fassade (Vinzenz inform, Mitarbeiterzeitung: 18. Jg, Nr.65, 1/2012)
– ebenda: …aph_st_paulus_30_jahre.pdf
– (2) Rudolph Zoder: Das Stadtarchiv Hildesheim von den Anfängen bis zur Gegenwart. In: Alt-Hildesheim, Heft 37, 1966, S. 1-11 – Artikel online auf hildesheim.de
– zur Website der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim

Essen Steele, Herz Jesu

Bauzeit: 1966
Standort: Am Buschgarten 8
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Im Nov. 2013 Nutzung der Kirche durch die Studio-Bühne Essen
2015 Umbau der Kirche in exklusive Eigentumswohnungen durch die Firma heimundgrund.net

Quelle/ Info:
Liste Essener Sakralbauten
studio-buehne-essen.de
Herz Jesu Kirche auf heimundgrund.net

Göttingen, Barfüßerkirche

Bauzeit: 14. Jh.?
Standort: Wilhelmsplatz
Architekt:
Konfession: katholisch – Franziskaner dient das Kloster als Zeughaus.

Seit der Reformation bis in 18. Jahrhundert dient die Kirche als Zeughaus.
Mit Auflösung der Garnison 1762 steht die Kirche vermutlich leer. 1765 geht dies aus der Anfrage der katholischen Gemeinde an den Magistrat hervor, welche die Kirche für ihren Gemeindegottesdienst Nutzung möchte.(1) Dies wird abschlägig beschieden.
Seit den 1780er wird die Kirche als Theatersaal genutzt, auch die Nutzung als Büchermagazin wird erwähnt (2). Karl Friedrich Abt Spielte hier mit seinem Wandertheater ‚Emilia Galotti‘ von Lessing und Schillers ‚die Räuber‘.
1820 verkauft der Magistrat die Kirche an den Bauunternehmer Rohn, welcher 1824 mit Abbruch der Kirche für ein Ball- und Konzerthaus platz schafft (1887 brennt dieses Gebäude ab).

Barfüßeraltar (größter erhaltener gotischer Altar in Niedersachsen) heute im Niedersächsischen Landesmuseum

Fundort: Dehio, HB+NDS 1977
Info:
Bafüßerkirche auf katholische-kirche-goettingen.de
Karl Friedrich Abt auf wikipedia.de
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Fn:
(1) Göttingen, Geschichte einer Universitätsstadt. Bd. 2, hrsg. von Dietrich Denecke, S.594
(2) Chr. Meiners: Kurze Geschichte und Beschreibung der Stadt Göttingen und der umliegenden Gegend. Berlin 1801