Köln, St. Gertrud

Bauzeit: 1962-56
Standort: Krefelder Straße 57
Architekt: Gottfried Böhm
Konfession: römisch-katholisch

1989 erfolgt die Eingemeindung in die Pfarrei St. Agnes, aus der St. Gertrud beinahe 40 Jahre zuvor ausgepfarrt worden war. Nocheinmal kommt es 2010 zur Fusion von vier Gemeinden (St. Kunibert, St. Gertrud St. Ursula und St. Agnes) zur Pfarrgemeinde St. Agnes. St. Gertrud wird sukzessive zu einer Kulturkirche entwickelt, in der seit einigen Jahren Ausstellungen gezeigt werden.
Der Anspruch: „»sankt.gertrud: kirche+kultur« ist als Modell für ein weit gefasstes kulturelles Netzwerk angelegt. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren und Institutionen soll sich Sankt Gertrud zu einem Ort entwickeln, an dem Menschen existentielle Fragestellungen aufgreifen und sich künstlerisch mit ihnen auseinandersetzen. Die Ergebnisse dieses kreativen Diskurses sind immer wieder im Resonanzraum Sankt Gertrud zu sehen, zu hören, zu erleben.“(FN1)
St. Gertrud wird seit 1997 durch die Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“ bewirtschaftet, Träger sind der Caritasverband Köln in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Ev. Kirchenverbandes Köln. Finanziert wird das Projekt durch „Eigenmittel der Träger, Mittel der Stadt Köln (…) und aus Stiftungsgeldern“ (FN2).

Infos/ Quellen:
St. Gertrud auf wikipedia.org
St. Gertrud auf facebook
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(FN1) St. Gertrud auf gemeinden.erzbistum-koeln.de/st-agnes-koeln
(FN2) Kölsch Hätz Träger auf koelschhaetz-im-veedel.de/ueber-uns/

Gelsenkirchen Bulmke, ev. Pauluskirche

Bauzeit: 1911 (1955 Wiederaufbau stark verändert)
Standort: Pauluskirchplatz 1
Architekt: Arno Eugen Fritsche (Elberfeld)
Konfession: evangelisch

2020 „Fluch und Segen. Kirchengebäude im Wandel“ – unter diesem Titel beschäftigt sich eine Ausstellung in der Pauluskirche mit 17 Nutzungsbeispielen von Gotteshäusern, meist im Raum NRW, vom 14. bis 29. July. Diese Ausstellung begann 2019 in der Kölner St. Gertrudskirche, allerdings mit einem anderen Untertitel „Fluch und Segen. Kirchengebäude der Moderne“, konzipiert durch das Museum für Architektur und Ingenieurkunst (M:AI). Mit einem herausgelösten Teilaspekt, dem der „Umnutzung“, wandert sie 2020 an drei weiteren Standorten in NRW und wird bis 2021 zusehen sein.

Auch die Pauluskirche selbst ist kein Gottesdienstort mehr.
Nachdem 2010 zunächst die vier evangelischen Gemeinden der Gelsenkirchener Stadtteile Bismarck, Bulmke, Hüllen und Ückendorf zur Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen fusioniert werden, wird die Pauluskirche im Mai 2020 außer Dienst gestellt. Seit 2019 diente sie gelegentlich für Ausstellugen. Unter dem Titel „Dem Leben ins Gesicht geschaut – ohne Obdach“ zeigte der Fotograf Dirk Purz von Oktober bis Dezember des Jahres Portäts von Obdachlosen.

Infos/ Quellen:
Gelsenkirchen Ausstellung stellt Kirchengebäude ins zentrum Artikel auf waz.de (29.06.2020)
Wanderausstellung Fluch und Segen. Kirchengebäude im Wandel auf zukunft-kirchen-raeume.de
„Dem Leben ins Gesicht geschaut ohne Obdach.“ Auf pauluskirche-zu-bulmke.de
Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen auf kirchegelsenkirchen.de/kirchengemeinden/alt-gelsenkirchen/ge-apostel/

Eschweiler, Friedenskirche

Bauzeit: 1962, als Garnisonskirche
Standort: Friedrichstraße
Architekt:
Konfession: evangelisch lutherisch

In den 1970er/ 1980er Jahren übernimmt die Zivilgemeinde des Stadtteils Pumpe-Stich die Friedenskirche. 2014/5 fällt die Entscheidung zur Aufgabe der Kirche, nach ihrem Abbruch ist der Bau von Wohngebäuden angedacht.
2019: die Kirche steht noch, ihre Nutzung ist ungeklärt.
Die Friedenskirchgemeinde wird 2015 Mitnutzerin der in der gleichen Straße stehenden katholischen Kirche St. Barbara, welche dadurch zur Simultankirche wird.

Siehe auch St. Barbara

Quelle/ Info
Ev. kirche Eschweiler www.ev-kirche-eschweiler.de
Ökumenisches Projekt in Eschweiler. „Wir gehen unter ein Dach“ Artikel 20.05.2015 auf ekir.de

Eschweiler, St. Barbara

Bauzeit: 1901-02
Standort: Friedrichstraße
Architekt: Dombaumeister Joseph Buchkremer, A achen
Konfession: römisch katholisch

Seit 2015 ist die Kirche Simultaneum mit der evangelischen Friedenskirchgemeinde, deren Kirche 2015 entwidmet wurde.
Siehe auch Friedenskirche

Quelle/ Info
St. Barbara auf wikipedia.org
Ökumenisches Projekt in Eschweiler. „Wir gehen unter ein Dach“ Artikel 20.05.2015 auf ekir.de

Eschweiler, Herz Jesu

Bauzeit: 1938-39
Standort: Sternheimstraße 2b/ Dürener Str.
Architekt:
Konfession: römisch katholisch
Anmerkung: eine der wenigen Kirchenbauten der Nazizeit.

2015 entwidmet, dient die Kirche heute u.a. für Fotoausstellungen. Insbesondere sind die Gebäude jedoch durch die BKJ (Betreuungseinrichtung für Kinder und Jugendliche) Herz Jesu in Nutzung, einer Einrichtung der Stadt Eschweiler AÖR Tageseinrichtung für Kinder.

Quelle/ Info
Fotografin Helena Schaetzle stellt in der Eschweiler Herz Jesu Kirche aus. Artikel 10.02.2019 auf aachener-nachrichten.de

Eschweiler, St. Michael

Bauzeit: 1971
Standort:
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

2005 wird St. Michael fusioniert als Teil der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Eschweiler-Mitte.
Seit Entwidmung 2015 dient das Gemeindezentrum zur Betreuung für minderjährige Flüchtlinge. Betreut werden die Jugendlichen vom Haus St. Josef für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt und wird vom Land finanziert.
Die Innenräume (Kirche und Gemeindesaal) werden mit Zweibett-Schlafkabinen, Freizeitberiech und Essensausgabe ausgestattet.

Quelle/ Info
St. Michael Kirche. Betreuung für minderjährige Flüchtlinge. Artiekel 02.12.2015 auf aachener-zeitung.de
Eschweiler-West und St. Michael auf wikipedia.org

Eschweiler, alte Nothberger Kirche

Bauzeit: 14. Jh.
Standort: ca. Cäcilienstraße 12
Architekt:
Konfession: römisch katholisch

Bereits seit 1904 war die alte Cäcilia Kirche aufgrund von Bergbauschäden nicht mehr nutzbar. Ein Ersatzbau, die heutige St. Cäcilia Kirche wurde 1905-07 errichtet.
Erst 1972 kam es zum Abbruch der alten Kirche. Auf dem Baugrund wurde ein Mietshaus mit Bankfiliale errichtet.

Quelle/ Info
Unterwegs mit einem Nothberger Urgestein. Artikel 03.05.2018 auf aachener-nachrichten.de
Gemeinde Cäcilia auf www.hl-g.de
St. Cäcilia auf wikipedia.org

Düsseldorf, St. Martin

Bauzeit: 1000, um 1200 erweitert
Standort:
Architekt:
Konfession: römisch katholisch
Anmerkung: Älteste Kirche der Stadt

1812 zog die Gemeinde aus der baufälligen Kirche in die Lorettokapelle. St. Martin wurde zur Scheune und auch einer Textilfabrik Raum. Ein Verkauf im 19. Jahrhundert gelang nicht, auch der Abriss wurde untersagt, da der Turm als Vermessungspunkt erhalten bleimen sollte.
Um 1880 kam es zur Sanierung der Kirche durch die Architekten Rincklake und Pickel. Seither ist St. Martin wieder als Pfarrkirche in Nutzung.

Quelle/ Info
Alt-St.-Martin auf wikipedia.org

Düsseldorf Hassels, Verkündigungskirche

Bauzeit: 1974–76
Standort: Fürstenberger Straße
Architekt:
Konfession: evangelisch lutherisch

Die Kirche war 2002 zeitweilig Tanzschule von Daniela Budde. Schließlich wurde sie 2005 geschlossen.
2019: derzeitige Nutzung unklar.

Quelle/ Info
Das grüne Dorf mit Tradition. Artikel 10.10.2003 auf rp-online.de