Köln Deutz, Alt St. Heribert

Bauzeit: 11. Jh. /17 Jh. (fünfte Kirche am Standort)
Standort: Urbanstraße
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Benediktinerabtei

Nach Säkularisierung des Klosters 1803 wurde die Klosterkirche zur Deutzer Pfarrkirche. Die alte Pfarrkirche St. Urban (9.Jh.) war seit der Flut 1784 stark baufällig geworden, so daß 1804 die Übernahme der nachbarschaftlich gelegenen, inzwischen leerstehenden Klosterkirche auf der Hand lag. St. Urban wurde kurze Zeit später abgebrochen.
Mit Bau der neuen St. Heribert Kirche („Düxer Dom“) 1896 hatte schließlich auch die alte Pfarrkirche ausgedient. Die alte Kirche, inzwischen im Besitz der Fürsten von Nassau Usingen, war bis 1919 Garnisonskirche der rheinischen Kürassiere und wurde noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges instandgesetzt. Seit 1930 dienten Abteigebäude und Kirche schließlich als Depot für die Sammlung des Schnütgen Museums.
Im zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die Kirche von 1956-1977 wieder aufgebaut.
1994 zog die griechisch-orthodoxen Gemeinde Kölns in die Kirche ein, welche vorher in der Ursulinenkirche zu hause war.

Info/ Quelle
Alt St.-Heribert auf wikipedia.org
Gemeinde Neu St. Heribert auf kirche-deutz-poll.de
Griechisch Orthodoxe Gemeinde auf orthodoxie-koeln.de
Abbildung alt St. Heribert auf klamax.de

Lit.:
Colonia Romanica. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V. Bd 13, Köln 1998, darin:
– Lucia Hagensorf-Nußbaum: Zur Baugeschichte von Alt St. Heribert in Deutz, S. 55
– Josef Rüenauver: Nutzung und Umnutzung katholischer Kirchen am Beispiel von Alt St. Heribert, S. 182-187

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Köln, St. Pantaleon

Bauzeit: 957, Westwerk um 1000
Standort: Am Pantaleonsberg 10a
Architekt:
Konfession: römisch katholisch, Benediktinerkloster
Grablege Kaiserin Theophanu, die Gemahlin Kaisers Otto II

Mit Auflösung des Klosters 1794 wird die Kirche Pferdestall für die französische Garnison. Die Gemeinde nutzt zeitweilig die nahegelegene Kirche St. Maria vom Frieden
Von 1815 bis 1922 bleibt das Gebäude im Besitz der preußische Armee und wird nun zur evangelische Garnisonskirche. Mit Entmilitarisierung des Rheinlandes findet nach über hundert Jahren ein Gemeindewechsel statt, als jetzt die evangelische Gemeinde in die Kartäuserkirche zieht und St. Pantaleon schließlich wieder katholisch wird und bis heute als Pfarrkirche dient, geleitet durch Priester der Personalprälatur Opus Dei.

Info/ Quelle:
St. pantaleon auf wikipedia.org

Wilhelmshaven, St. Peter

Bauzeit: 1967, Ersatz für kath. Garnisonskirche von 1901
Standort: Schellingstr. 11a
Architekt:
Konfession: katholisch, Garnisonskirche

2008 fusionieren die katholischen Gemeinden zur Großgemeinde St. Willehad Wilhelmshaven.
2012 Beschluß zur Schließung der St. Peterskirche.
Der Profanierungsgottesdienst findet am 7. Dezember 2013 statt.
Die zukünftige Nutzung der Kirche ist ungeklärt.

Siehe weitere geplante Kirchenschließungen in Wilhelmshaven: Stella Maris, St. Michael, St. Josef (Roffhausen), St. Ansgar

Info/ Quelle:
– Foto St. Peter auf goo.gl/maps
willehadforum.de
st-willehad-wilhelmshaven.de
Fundort u. Quelle:
St. Peter auf offizialatsbezirk-oldenburg.de
– Aus für drei katholische Kirchen (18.11.2013) Artikel auf nwzonline.de
– Wilhelmshaven ist um drei Kirchen ärmer (17.11.2013) Artikel auf ndr.de